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Wirtschaft undSoziales
 Literaturhinweis:
Ein europäisches Buch im rechten Augenblick: die zornige, leidenschaftliche Anklage gegen die zynische, menschenverachtende Weltwirtschaft und gegen die Lethargie und das Versagen der Politik vor dem Skandal der Massenarbeitslosigkeit. Viviane Forresters Streitschrift ist binnen kurzem in alle Weltsprachen übersetzt worden. In der aktuellen Diskussion ist die Autorin zur »Symbolfigur einer neuen Protestbewegung.« (Die Zeit) geworden.

Daß von dieser Streitschrift in Frankreich binnen kurzem mehr als 300000 Exemplare verkauft worden sind, daß Übersetzungen in der ganzen Welt auf dem Wege oder bereits erschienen sind - das zeigt schlagend: die überfällige Empörung gegen den schwersten Skandal am Ende des Jahrhunderts: die Massenarbeitslosigkeit, den Zynismus der Weltwirtschaft, die Lethargie und die Ohnmacht der Politiker und der Betroffenen, diesem Schicksal ins Auge zu sehen. 

Viviane Forrester, eine »Jeanne d'Arc gegen die Kaufleute« (Liberation), schildert das soziale Chaos einer Gesellschaft, deren Zukunft die Arbeitslosigkeit ist. Weder kann von einer Volkswirtschaft zum Wohle aller die Rede sein, noch ist den Politikern und ihren Beteuerungen zur Sanierung und Krisenbewältigung zu trauen, weil der Terror der Ökonomie unter dem Diktat des Weltwirtschaftssystems und seiner mächtigen Agenten das Leben vergiftet, lahmt und mir falschen Versprechungen in Apathie hält. 

Mit aller Brutalität bedroht uns ein globaler Totalitarismus: Das politische Denken und Handeln wird nur noch von den Prinzipien profitablen Wirtschafrens bestimmt. Der Primat der Bilanzen wird zum universellen Gesetz. Ein Arbeitsloser ist heute nicht mehr Objekt einer vorübergehenden Ausgliederung aus dem Wirrschaftsprozeß, sondern Teil eines Zusammenbruchs, Opfer einer unerbittlichen Logik, die dank Automatisierung und globaler Finanzmärkte die Abscharrung des arbeitenden Menschen fordert. Viviane Forresters Anklage trifft ins Zentrum.
»Eine Intellektuelle hat den seit langem ersten Schritt getan, um das Feld einer populären Gesellschaftskritik für die Linke zurückzuerobern« (Neue Zürcher Zeitung). Sie hat, »Symbolfigur einer neuen Protestbewegung« (Die Zeit), mit ihrem zornigen Pamphlet das europäische Elend beim Namen genannt: die menschenverachtende Wirtschaftsgesellschaft und ihre Agenten, »die aus den Menschen heraussaugen, was ihnen noch an Menschlichkeit geblieben ist«. 

Viviane Forrester, geboren 1927 in Paris, lebt als Schriftstellerin, Essayistin und Literaturkritikerin (Le Monde, Le Nouvel Observateur, Quinzaine litteraire) in Paris. Ihre wichtigsten Veröffentlichungen: I.a violence du calme (1980), Van Gogh ou l'enterrement dans les bles (1983). Le jeu des poignards (1987), Mains (1988), Ce soir, aprés la guerre (1992)

Schutzumschlag: Peter-Andreas Hassiepen, München 

ISBN 3-552-04849-9 

9 783552 048492 

Autor: --------------------------- Datum 03.05.1998 Mail: Webmaster@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / POLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFTLITERATUR   / KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
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