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Wirtschaft und Soziales
BCC-Business Crime Control
Sonntag, 29.4.2001
von 14 - 18 Uhr im DGB-Haus Frankfurt am Main
Vorbemerkung: (Prof. Dr. Hans See (Frankfurt am Main)

Wenn ich auf Vorträgen die Feststellung treffe, daß Wirtschaftskriminalität eine große Gefahr für die innere oder auch äußere Sicherheit ist, löst dies bei vielen Zuhörern - auch bei Kriminologen, Kriminalisten, Polizisten, Staatsanwälten, Richtern, Sicherheitspolitikern und Journalisten - immer
wieder eine erstaunliche Irritation aus. Viele reagieren so, als hätte man etwas ganz Ungehöriges unterstellt. Doch zumindest diejenigen, die Fachleute für innere und äußere Sicherheit sind, müßten es selbst ganz genau wissen und von sich aus diese Feststellung treffen. Sie tun es nicht. Ich
frage mich, warum? 
Allein die materiellen Schäden der Wirtschaftskriminalität, ohne die Umweltkriminalität und die Wissenschaftskriminalität (zu der ich vor allem das hochgefährliche kommerzielle Gutachtertum zähle, das wider besseres Wissen Unbedenklichkeitszeugnisse für lebensbedrohende Produkte und unsichere Produktionsanlagen erteilt), werden in der Größenordnung von 200 bis 300 Milliarden Mark für die Bundesrepublik Deutschland veranschlagt. Diese unvorstellbaren Summen setzten die Steuerungskapazität unseres von der Verfassung als demokratischer und sozialer Rechtsstaat definierten Sozialstaats bis zur Wirkungslosigkeit herab. 
 

Einführung:

Dr. Werner Ruegemer

Ernest Backes hat sich in einem viel größerem Umfang, viel größeren systematischeren Dimensionen mit der Frage "Geldwäsche" befaßt. 

Ernest Backes wohnt in Luxemburg, hat dort in einer der zwei internationalen Clearingbanken - Clearinginstitute in Luxemburg gearbeitet. Es ist kein Zufall, daß sie in Luxemburg stehen, das wird er auch erklären und er hat sich dann später entschlossen, als Insider einen Bericht zu geben, der in einem dicken Buch (er hat es hier mitgebracht) inzwischen vorliegt, seit 2 Monaten, es heißt: Révélation$ das ist französisch und heißt Enthüllungen, wobei das "S" mit einem Dollarzeichen gestaltet ist. In Frankreich vor allem, und in Luxemburg hat es dazu eine umfangreiche Diskussion gegeben in diesen 2 Monaten. Es hat auch einen Film dazu gegeben, zu dem Ernest beigetragen hat.

Leider gibt es bisher in Deutschland keine Übersetzung dieses ganz wichtigen elementaren erstmaligen Buches und wir wollen hier u.a. auch beraten, wie wir das vielleicht hinbekommen, um auch in Deutschland das Buch erscheinen zu lassen.



Backes Ernest Ffm. 29.05.2001Ernest Backes:

Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll...

Es wurden eben  diese 2 internationalen Clearingbanken erwähnt.
Der Ausdruck Clearingbanken ist irreführend, denn es handelt sich eigentlich nicht um Banken, auch wenn das in Luxemburg angesiedelte System Clearstream, sich in der Zwischenzeit Clearstream banking nennt.

Diese Aufsplitterung des Clearingsystems , ursprünglich mit u.a. Cedel, Clearstream Clearstreamin 3 verschiedene Gesellschaften geschah 1995 und es geschah eigentlich nur aus einer einzigen Überlegung des Leiters dieses Luxemburger Systems, eines schweitzer Bankiers André Lussi,. der seine Karriere bei UBS aufgebaut hat und der ab 1981 in das System eingestiegen ist.

Die beiden internationalen Clearingsysteme sind das erstgegründete in Brüssel angesiedelte System "Euroclear", seinerzeit gegründet von der Morgen Garantie Trust Comp.of New York, als einzigem Shareholder.Das war dann für die europäischen Banken mehr oder weniger ein Zeichen, ein Gegensystem aufzubauen, um diese Monopolstellung  in so einem Clearingsystem einer einzigen Großbank zu verhindern.

Damit kam als Reaktion auf die Gründung von "Euroclear" im Jahre 69 ein Zusammenschluß von 60 europäischen Banken, darunter auch deutsche Banken, also Banken aus all unseren Ländern, aus allen 5 Kontinenten, taten sich zusammen, um ein Gegensystem gegen dieses Monopolsystem "Euroclear" aufzubauen und das sollte dann ein neutrales, ein internationales neutrales System werden, in dem keiner der "Shareholder" mehr als 5% des Kapitals zeichnen konnte, um zu verhindern, daß da eine Bank sich breitmachte.

Im Laufe der Geschichte hat sich doch gezeigt, daß es vielleicht besser gewesen wäre, dass ein solches Kind, wenn man es zur Welt bringt, besser nur einen Vater hat als 60 verschiedene Väter, denn trotz der Neutralitätserklärung hat man schon sehr früh gespürt, daß nicht alle Banken gleichbehandelt werden können und wenn wir in den frühen 70er Jahren mit Anfragen einer "Chase-Manhatten" konfrontiert wurden , dann haben wir doch mehr gespurt um die Antworten möglichst schnell herbeizubringen, als wenn eine kleine schweitzer Privatbank an uns herangetreten ist, sie mußte schon, auch damals schon, mal 3 Tage auf ihre Antwort warten.

Deshalb, und in welchem Zusammenhang diese beiden Clearingsysteme entstanden sind, muß man, glaube ich, einmal zurückgehen, um zu sehen was die Ursache zur Schaffung dieser beiden großen internationalen Clearingsysteme waren. . 

Diese beiden Clearingsysteme, das sei vorausgesagt, wurden ursprünglich geschaffen, um den Wertpapierhandel abzuwickeln. Es kommt, und das erwähnen wir auch im Buch, ein drittes System hinzu:  7 Jahre nach der Gründung, nach dem Start der Arbeit der beiden Clearingsysteme im Wertpapierbereich, wurde "Swift" (La Hulpe) gegründet, und "Swift" ist eigentlich ein internationales Clearingsystem nur für den Geldverkehr.

Die beiden ersten Systeme wurden gegründet aufgrund einer Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Kennedy. Im Juni 63, entschied Kennedy, daß eine Steuer einzuführen sei am Finanzplatz New York. Und diese Steuer hatte als Namen "The IET".(interest equalisation tax) Kennedy war sehr schlau und sagte, alle großen Emittenten von Wertpapieren sind an den Finanzplatz New York gebunden, um Neu-Emissionen aufzulegen ( wenn damals z.B. Siemens eine internationale Anleihe begehen wollte, mußte sie, - in franz. nennt man es"papier obligé" - über den Finanzplatz New York, und Kennedy wollte von dieser Monopolstellung des New Yorker Finanzplatzes profitieren um dort eine Steuer abzukassieren, - "denn" sagte er , "bei der Zerstrittenheit der europäischen Politik wird es Europa nie schaffen, einen Euromarkt aufzubauen und so können wir damit rechnen, mindestens in den nächsten 20 Jahren, - weil da politisch nichts geschehen wird, - diese Zinssteuer zu kassieren."

Womit Kennedy nicht gerechnet hatte, war die Reaktion der Banken unter sich. Die Banken haben nämlich dann, gleich 63, angefangen zu reagieren und diesen Markt abseits jeder öffentlichen Kontrolle aufgebaut und lediglich unter sich vereinbart, daß die Teilnehmer an diesem Markt die Gesetze ihres jeweiligen Landes respektieren sollten. Dieser Markt hat sich dann sehr schnell entwickelt  -  also - so ab zwischen 63 und 61-. Bei der Schaffung des ersten internationalen .Clearingsystems gab es schon einige Milliarden an Volumen von aufgelaufenen  Wertpapieren in diesem Europbond Markt, und dieser Markt brauchte nun irgendwelche Instrumente, um einmal die Auslosungen von Wertpapieren und die Cuponauszahlungen zu bewältigen.

Das war die Ursache, weshalb man dann diese Clearingsysteme baute.
Ein weiterer Vorteil war natürlich, und das war auch einer der beiden Hauptursachen für die Schaffung der beiden Systeme, die Tatsache, daß, bevor die Clearingsysteme aufgebaut waren, die materielle Handhabung dieser Riesenvolumen an Wertpapieren ungeheuer kostenaufwendig war.

Ein Beispiel: 
Wenn also vor 61, vor der Gründung der Clearingsysteme, zwischen 63 und 61, bei einer Neu-Emission in New York, sagen wir mal,z.B.  eine Bank in Rom  50 mill.Dollar einer neu aufgelegten Euro-bond-Anleihe zeichnete, dann mußte die Bank in New York diese 50 Millionen (und das waren dann riesige Pakete von Wertpapieren, alle in 1000 Dollar-Ausführungen)  übermitteln. Diese riesigen Pakete mußten verschnürt werden, versichert werden zu sehr hohen Posttarifen verschickt werden.Zu all diesen Kosten und dem Arbeitsaufwand  kam hinzu, daß ein solcher Transport von New York zu der Bank in Rom , die die Stücke gekauft hatte, bis zu 14 Tagen unterwegs war und dann erst die Bank in Rom verpflichtet war, für diese 50 Mill. das Geld auszugeben - d.h. Zinsverlust damals über 14 Tage bei 50Mill, sie also in einer Phase an die ich mich erinnere, bis zu 20% zahlte, also da können sie sich die Nützlichkeit vorstellen  und was es gebracht hat, diese Clearingsysteme zu schaffen, denn im Clearingsystem bewegt sich nichts mehr.

Die Banken, und nur Banken, können Mitgliedlied sein. Banken -und Finanzinstitute, die nach der Gesetzgebung ihres jeweiligen Landes dazu befähigt sind, in den Finanzmärkten zu arbeiten, können Mitglied in diesen Systemen werden und nun, seit diese Systeme bestehen, legen alle diese tausenden Bankenmitglieder sowohl ihre Wertpapiere als auch das Geld in diesen Systemen fest und es bewegt sich nichts mehr, alles geschieht nur noch auf Computerabwicklungsbasis. Die Schnelligkeit, mit der so ein System arbeitet, zeigte sich, als ich 83 aus Cedel (damals, heute Clearstream) Luxemburg, rausgeworfen wurde und mein damaliger Vorgesetzter, der Generaldirektor, 2 Monate später unter mysteriösen Umständen in Korsika, während seiner Ferien, starb... und bis heute läuft die Kunde, daß er umgebracht wurde.

Damals, kurz bevor uns dies alles geschah, hatten wir an einem Beispiel festgestellt, daß z.B. an einem Erfolgstage ein Wertpapierposten 15mal den Besitzer gewechselt hatte und zwar hatte dieser Wertpapierposten morgens einer Bank in New York gehört, am abend gehörte er einer Bank in Frankfurt, aber in dem selben Abwicklungstag hatte er auch einer Bank in Sydney gehört, einer in Johannesburg, einer in Singapur, Tokio, also da waren die 5 Kontinente in den 15 Transaktionen dabei.
Wenn sie jetzt einmal zurückdenken in die Vor- clearing-periode, dann hätte dieser Weg über die 15 Banken mehr als 1 Jahr gebraucht, also nur um zu sagen, wie wichtig diese Erfindung des Clearing für das internatiolale .Finanzwesen ist. 

Aber es zeigt auf der anderen Seite, daß wir durch die Schaffung dieser Systeme, damals konnte man nicht von der Einbindung der Mafiagelder erkennen, - das ist das nächste Kapitel,- aber von Beginn an.....wir können den Beweis liefern, daß die Parallel-finanz sich heute voll eingeschlichen hat in diese Clearingsysteme und das ist heute meine Überzeugung. Ich war am Aufbau dieses Systems beteiligt, mit Gerarde Swasson, das war mein Vorgesetzter Direktor, der damals unter mysteriösen Umständen...,wir waren die beiden einzigen, die das System kannten und ich bin der einzige Überlebende -  von den Anfängen bis heute -  der noch wirklich systemische Zusammenhänge übersehen kann, denn der André Lussi, der heute das System leitet, zeigt durch seine Reaktionen auf das Buch, daß er auf seine Aufgabe überhaupt nicht vorbereitet war und nicht weiß, was wirklich Sache ist und wie abgewickelt werden wird.

Frage/Einwurf:Geldwäsche-wie spielt sich das ab, wie wird es erleichtert...???

Da muß man vielleicht sagen, das System ist ursprünglich als Kooperative aufgebaut gewesen, d.h. in einer Kooperative müssen alle Mitglieder einer Kooperative untereinander wissen, wer noch mitarbeitet, man muß sich gegenseitig kennen und deshalb gab es von Anfang an eine Liste der Teilnehmer am System. 

Dann hat sich Mitte der 70erJahre, und das ist der Ursprung, hat sich ein Problem gestellt. Zwei italienische Banken, - das war die Bank "Al Commerciali Italiana" und"Die Banko di Roma" traten an uns heran mit der Problem-Anfrage, ob wir den beiden Banken nicht helfen könnten, ihr Filialnetz zu verwalten, was den nationalen und internat.Wertpapierhandel anbelangt und die Anfrage war ganz einfach folgende:

Die beiden Banken sagten, es ist in Italien üblich, daß ein Privatkunde unserer Filiale "Bari" (zum Beispiel) am New Yorker Markt (immer nur als Beispiel) Wertpapiere zeichnet und das schon seit Anfang des vorigen Jahrhunderts, weil es ja eine starke italienische Gemeinschaft seit Jahrzehnten damals gab und wir müßten eigentlich nur die Schwierigkeit für all unsere Bankpartner weltweit umgehen bzw lösen, ihnen nicht aufzuzwingen, die 200 Kontennummern unserer Filiale kennen zu müssen. Die Frage war also ob es nicht möglich wäre dieses so zu handhaben, das jeder Kontrahent eines unserer Kunden in der Welt immer nur das Konto unseres Mutterhauses kennen muß. 

Da haben sichGerard Swasson und ich,... wir sind damals auf die Idee gekommen,  gleich von Anfang an und das heißt heute noch so:  die "un-public accounts" zu schaffen, d.h. wir haben unveröffentlichte Konten geschaffen, die nur uns und den beiden Mutterhäusern dieser Banken bekannt sind. Und dann haben wir uns natürlich darum gekümmert, bei Einkauf eines Kunden "Von Werry" diese Stücke auch bis zum Werry-konto, das wir dann intern verwaltet haben. Wir haben aber diesen Vorschlag unserem Vorstand und den Revisoren damals Pit M.Mitchell, heute integriert in KPMG (das ist auch ein Kapitel über das man sprechen kann die KPMG), wir haben den Leuten unseren Vorschlag vorgelegt und die Pit M.Mitchell-Leute haben damals gesagt, wir haben mit eurer Vorgehensweise eigentlich kein Problem, denn als Revisoren können wir ja zwischen Mutterhaus-und Filialkonten keine anderen Transaktionen finden, d.h. wir haben keine Schwierigkeiten, dies so zu machen.

Dann, als ich 83 rausgeworfen wurde, und Gerard Swasson starb 2 Monate später, hab ich mir immer gesagt, ihr habt eine Schwachstelle geschaffen und diese Schwachstelle gilt es im Auge zu behalten. Dazu habe ich dann über all die Jahre, die 18 Jahre seit ich weg bin, habe ich mich intensiv die Recherche, was Wirtschaftsvergehen anbelangt, beschäftigt. Cedel damals war eigentlich kein Thema für mich, denn ich habe festgestellt zwischen 83 und 90, daß der in dieser Schwachstelle, die wir hinterlassen hatten, sich wirklich nichts getan hat.
Also ich kann auch für die Leute, die das System bis 90 geführt haben, meine Hand ins Feuer legen, da ist nichts geschehen. 

Plötzlich als André Lussi im Oktober 81 eingestellt wird, zeigt sich, daß er erstmal 14 Monate braucht, um den Managing-Director rauszuekeln um sich allein an die Spitze des Systems zu installieren, wo er sich bis heute hält, gegen alle Versuche, auch der Luxemburger Bankenkontrolle, ihm eine zweite Person auf die Seite zu stellen auf gleicher Ebene, um dem 4-Augen-Prinzip gerecht zu werden, das in dem Bankengesetz besteht.

Also er sträubt sich noch bis heute erfolgreich dagegen, aber meine Informanten im System, es gibt leider nicht mehr sehr viele, weil Lussi nach Hire and Fire Prinzip verfährt und nicht mehr viele Leute im System sind, die mir Informationen beschaffen können, aber diese Leute haben mir ab 90 gesagt, es tut sich was in der Abteilung  "Un-published accounts" und darum habe ich 95 erstmals eine komplette Liste aller Konten bei Cedell damals erhalten können und habe festgestellt, daß es schon 95 mehr "un-published-Konten"gab als offizielle Konten.

Ich konnte damals noch nicht sehen, was in diesen Konten ablief, aber eines konnte man feststellen, daß Grundprinzip, das auch in die Satzungen der Gesellschaft eingeschrieben worden war in mitte der 70erJahre, dieses Prinzip,daß Filialkonten immer nur als Filialkonten eines Hauptkontos zu gelten hatten, gegen dieses Prinzip wurde verstoßen, wir haben z.B. komische Situationen schon in der 95er Liste feststellen können. es gab da z.B. in der Liste, die ich direkt aus dem Computer bekommen konnte gab es z.B nur 2 kolumbianische Banken, nur zwei zu dem Zeitpunkt. Diese Banken tauchten aber auch in der öffentlichen Liste Liste auf, d.h., das waren eigentlich nicht die Konten, nach denen wir primär suchten, denn es gab sehr viele, die nur "un-published" waren und keinen Bezug zu einem Hauptkonto überhaupt hatten, aber in diesem Fall erschienen die 2 kolumbianischen Konten, die beiden einzigen im System, in der veröffentlichten Liste, nicht mit Adresse Kolumbien, sondern Adresse Bahamas und somit hatte dann die öffentliche Liste der Cedell damals, erweckte den Anschein, daß es überhaupt keine kolumbianische Bank im System gab und hätte Interpol irgendeine Recherche gemacht, dann hätten sie als Antwort bekommen, es gibt keine kolumbianische Bank.

Heute, im Jahr 2001 haben wir wieder eine komplette Liste. Bei konstant nur etwa 2000 festen Mitgliedern die bekannt sind, Banken aus allen 5 Kontinenten, finden wir heute, verglichen mit den 4400 Konten von damals  16400 Konten, finden wir heute mehr als das doppelte, d.h.also über 10.000 Konten, die unveröffentlicht sind.

Einwand-Frage:Also Konten bedeuten, sie gehören einem Finanzinstitut?

Also wenigstens dem Namen nach, ob das dahinter wirklich als Finanzinstitut zu deklarieren ist, das ist bei sehr vielen dieser Konten mit einem Fragezeichen zu belegen. 

Wir haben z.B. eine Dalton-Ltd. irgendwo auf den Talkless-Islands gefunden, ich kann mir nicht vorstellen, daß das irgendwie ein seriöses Finanzinstitut ist.
Wir haben in der UN-PUBLISHED-LISTE des letzten Jahres die Menat -die russische Bank, die ja in sehr viele Weisswaschoperationen verwickelt ist, auch andere russische Banken, die in der Zwischenzeit genannt werden, Deidamak und seine Bankverbindungen tauchten auf, alles unter UN-PUBLISHED und das habe ich auch, als wir vor der französischen Nationalversammlung , vor der "Kommission... , die Franzosen haben ja seit ein paar Jahren eine Kommission des Parlaments eingesetzt, um die Finanzabläufe zu durchleuchten.

Es sind bisher 3 Berichte erschienen, einmal was Liechtenstein anbelangt, der zweite Bericht über Monaco, der dritte über die Schweiz, der vierte, der in 2-3 Monaten rauskommen soll geht über England und danach sollte Luxemburg drankommen.

Da wir mit diesem Buch die Szene natürlich aufgerüttelt haben, hat sich die französische Parlamentskommission voll mit unserem Buch befaßt und da laufen zur Zeit und während der nächsten 6 Monate noch immer Untersuchungen. Da werden Leute eingeladen doch auszusagen, - der Herr Lussi hat abgelehnt dort zu erscheinen, er wollte seine Anwälte schicken, aber der Präsident der Kommission Garson Parlon hat ihm dann gesagt, dies ist kein Gericht, hier muß niemand sich verteidigen, hier ist jeder aufgefordert auszusagen, was wirklich Sache ist und wenn sie nichts zu verstecken haben, - hat er dem Herrn Lussi gesagt , - dann haben sie ja kein Problem hier auszusagen.

Einwand/Frage:Um das ganze vielleicht ein wenig abzukürzen, also dieses Clearingsystem wird getragen von den großen Banken der Welt, ist praktisch Selbstorganisierend, daran nehmen zu diesen Kompensationszwecken praktisch alle Banken teil und es gibt kein Filter oder keine Kriterien, um also Beispielsweise Mafiabanken (um den Begriff zu nennen) von diesem System auszuschließen, die dann damit die Möglichkeit haben, jeden Wertpapierhandel über dieses Clearingsystem abzuwickeln und mit jeder anderen, sagen wir normalen Bank in Frankfurt oder New York in Beziehung zu treten?

Ja.

Also es gibt schon die Bestimmungen auf dem Papier und der Herr Lussi hat auch für den Film den Pascal Lorant, T. Robert, den Co-Autor des Buches zu dem Buch hergestellt haben. Die haben auch den Herrn Lussi interviewt, er hat ein einziges Interview gegeben und Lussi hat dann behauptet, daß die Bestimmungen sehr streng sind. Wir hatten ja schon die Liste, wir wußten ja, daß er lügt und er sagt z.B. in dem Film, daß nur Banken und Finanzinstitute auch heute noch und das auch der Wechsel in Clear-stream banking immer noch heißt, daß es immer noch ein Clearingsystem ist und keine Bank im üblichen Sinne und sagt er an einer Stelle und er wiederholt es dreimal, weil T.Robert dreimal nachgehakt hat, auch, es gibt keine Industriekonten, d.h. es können nur Finanzinstitute.

Wir haben aber herausgefunden, - deshalb haben wir die Frage auch dreimal wiederholt, - daß große internationale Industriegruppen direkte Konten im Clearing unterhalten und wir haben noch herausgefunden, daß es besonders, was Deutschland anbelangt, sie Siemensgruppe ist, die erste und größte Gruppe, die privat Konten also Direktkonten im Clearingsystem unterhält. Wir haben Unilever etc. Konten von anderen Multinationalen Gruppen dort entdeckt, etc  Also das ganze System ist heute pervertiert und ich bin überzeugt, solange das Buch in deutscher Fassung noch nicht vorliegt, möchte ich ihnen ein anderes Buch empfehlen, daß zwar schon mehr als 10 jahre alt ist, aber auch ursprünglich in Frankreich erschienen ist, von Guvrar Leplas

Einwand/Frage:Das hat eines unserer Mitglieder übersetzt und herausgegeben?

Ja.

Man findet keine französischen Ausgaben mehr, aber die deutsche Ausgabe tut`s auch, ich habe sie zufällig, ich weiß nicht mehr, über welchen Versandhandel, gefunden. Es wird beschrieben, dieses berühmte schwarze Loch der Weltwirtschaft und dieses schwarze Loch der Weltwirtschaft, wenn wir das ausleuchten, es geht ja bei den Volumen die da in Luxemburg und Brüssel in 3 Clearinghäusern umgesetzt werden stellt man heute fest, dass besonders was Clearing angeht, da geht`s ja um Trilliardenbeträge, auch der Lussi weiß nicht mehr wieviele Nullen er anhängen muß und da Nullen ja sowieso keinen Wert haben...ist es ihm auch egal.

Ich bin überzeugt, wenn wir, um Guvrar Leplas eine Antwort zu geben auf das schwarze Loch, die Antwort auf dieses schwarze Loch, aus meiner Sicht sind 90% des schwarzen Loches, füllen sich über diese Transaktionen, die ganze Parallelwirtschaft wird dort bedient.

Ich habe nach Entdeckung der 95er Liste über ein früheres Mitglied des Verwaltungsrates von Cedell, der Mann ist leider 98 gestorben, und der hatte mir versucht herauszufinden,über den Verwaltungsrat, wozu dieses System dienen sollte. er kam mit einer Hypothese, die ich damals für etwas überspitzt gehalten hatte, aber ich habe sie immer im Hinterkopf behalten als eine Arbeitsthese, weshalb hat Lussi dieses System, dieses Parallelsystem überhaupt so aufgebaut?

Und seine Hypothese damals vor etwas mehr als 3 Jahren war die, daß Lussi mit dieser Erschaffung eines Parallel-Clearings den toten Winkel geschaffen hat, um der Parallelfinanz, d.h. der Mafia-Finanz weltweit den Übergang zum Euro zu erleichtern und diese Hypothese habe ich in der Zwischenzeit immer wieder als Arbeithypothese mit mir rumgeschleppt und die Arbeiten der französischen  "commission parlamentaire" und die Aussagen einiger Leute von denen die bisher überhaupt ausgesagt haben, zeigen mir immer mehr, daß das die Absicht war und da wird dann auch...also wir wissen von Informanten aus dem System heraus, daß obwohl eigentlich reine Geldgeschäfte nicht über die Wertpapier-clearing-systeme abgewickelt werden sollten, daß Lussi besonders in den letzten 2-3 Jahren sehr viele Gelder direkt abgewickelt hat, ohne die Intervention irgendeines Wertpapier- geschäftes, d.h. für Kunden der Kategorie "Russenmafiabanken".

Einwand/Anmerkung:
Ja.ok.Ich sag nochmal einen ganz wichtigen Aspekt, sozusagen die ganz andere Seite dessen, was Ernest da sozusagen als Insider ans Tageslicht gezogen hat, ist ja die, und die ist für unsere Arbeit ganz enorm wichtig und für Parlamentarier, Wissenschaftlerinitiativen auf der ganzen Welt, nämlich, daß ja im Umkehrschluß in diesen drei Systemen, Euroclear-das sind ja 1500 Beschäftigte, das müssen sie sich nicht als kleines Büro vorstellen, das sind riesige Institutionen, die seit Jahrzehnten nichts anderes tun, als die gesamten Geldflüsse der Welt zu dokumentieren, d.h. wir haben in diesen drei Institutionen Euroclear, Eurostream und Swift praktisch ein bisher unbekanntes Dokumentations- zentrum der Geldflüsse, die bisher immer als nichtbekannt, anonym usw. bzw. als irgendwie existierend dargestellt werden, so als wüßte niemand etwas darüber.

Die sind dokumentiert!!!
Das bedeutet enorm viel....wenn es Politiker, Parlamentarier  usw. gibt, die das jetzt nutzen werden um Dinge aufzurollen und aufzuklären, die bisher scheinbar unaufklärbar sind..., - vielleicht gelingt es.



 
Bemerkung: ...zwecks Wahrung einer weitestgehenden Authentizität hinsichtlich des mündlichen Berichtes von Herrn Backes auf französisch eingefärbtem Deutsch haben wir nur geringe Korrekturen vorgenommen. Akkustische Übertragungsfehler (insbesondere einiger Eigennamen) sind in geringem Umfange möglich und bitten wir gegebenenfalls zu entschuldigen.

 Gerhard Hanenkamp

Weitere Aufbereitungen der Thematik sind dringend geboten
Wir verweisen auf zwischenzeitlich erschienene weitere Berichte - z. B. Tagesschau oder im Spiegel Nr. 21 vom 21.5.01 Seite 87 :Der Spiegel
Die Spur des Geldes 
Dubiose Banken wuschen Geld über geheime Konten der Luxemburger Firma Clearstream
manager-magazin
"Größte Geldwaschmaschine der Welt"
STERN :
Geldwäscheverdacht gegen Deutsche-Börse-Tochter
Financial Times
Geldwäscheskandal bei Cedel
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Autor: Ernest Backes  (Übertrag: K.Hilbert)
Autor: --------------------------- Datum 05.05.1998 Mail: c/o Webmaster@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / POLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFTLITERATUR   / KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
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