G * A * B
 
POLITIK


Nachlese:
SPD-Wahlkampf-Auftakt 18.1.1998
Die Wahkampfauftakveranstaltung am 18.1.1998 in Hannover fand nicht nur reges Interesse bei ca. 11 000 Besuchern am Niedersachsenstadion in drei großen Zelten, sondern nach der Zahl und Aufgeregtheit der Reporter zu urteilen, auch bei den Medien.

 

 

Die Wartezeit bis zum Auftritt der Redner wurde durch vorzügliche musikalische und artistische Darbietungen, z.B. eines durchs Publikum flanierenden Hüpfgeigers bei bester musikalischer Qualität, nicht lang.

Dann endlich: Oskar Lafontaine am Rednerpult.

mit einem erstaunlichen aber geschickten Intro: nach dem SPD Sieg der Wahl sei eines schon jetzt sicher: "Glogo wird auf jeden Fall der nächste Innenminister" - Pause- verhaltener Beifall ... "In Niedersachsen!" - verschmitztes Lächeln von Oskar. Ich hätte mir weniger Beifall gewünscht. Im weiteren Verlauf seiner emotional gut aufbereiteten und mitreißenden Rede sprach er hauptsächlich die sozialen Aspekte und menschlichen Notwendigkeiten bei der Übernahme und Ausübung der Regierungsverantwortung auch in Bezug auf die Bundestagswahl an mit entsprechenden Angriffen auf die Regierung Kohl.

Gerhard Schröder betonte in seiner auf die wirtschaftlichen Aspekte des Landes bezogenen nachfolgenden Rede die erfolgreichen Bemühungen der Landesregierung zum Erhalt der Arbeitsplätze in Salzgitter/ Preussag , Meier-Werft Papenburg, VW Wolfsburg und die Notwendigkeit des Einbringens der sozialen Notwendigkeiten in kapitalsbezogene Wirtschaftsverhandlungen mit den Großunternehmen. In dem Zusammenhang zeigte er auf, daß es vor allem im europäischen Konsens wichtig sei, keine Angst vor ausländischen Investoren zu haben solange gewährleistet ist, daß die Unternehmensführung lokalpatriotische und entsprechende soziale Belange berücksichtigt und lokalpolitische Einflußnahme zuläßt. Wichtig sei es, daß die Entscheidungszentrale im Lande bleibe.

Zu meinem großen Erstaunen verstieg sich Gerhard Schröder allerdings noch vehementer als Oskar Lafontaine in Innen-Sicherheitspolitische Bereiche mit seiner ausdrücklichen Unterstützung Glogowskies. (Niedersachsens Kanther)

Natürlich lieben unmündige Bürger, wie sie z.B.(aber nicht nur) im Emsland verstärkt anzutreffen sind , ihre eigene Vergewaltigung durch den Staat.(nicht von ungefähr hat schon Adolf die KZ's verstärkt im Emsland angelegt) Es sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, daß es belegbare Tatsache ist, daß gerade deshalb in Niedersachsen eklatante Menschenrechtsverletzungen an Bürgern vorkommen die sich nichts haben zu Schulden kommen lassen, im Gegenteil sich sogar nachhaltig für diesen Staat eingesetzt haben, von der Strasse weg durch die staatlichen Ordnungskräfte zu deren eigenen Belustigung schikaniert werden, um sie dann in der Psychiatrie abzuliefern mit dem Erfolg, daß mit anschließender behördlicher intriegengestützter Unterdrückung des sich wehrenden Bürgers der ganze Vorgang gerichtlich sanktioniert wird und der Bürger ohne jemals die Möglichkeit der umfassenden Darstellung oder Rehabilitation zu bekommen für den Rest seines Lebens ruiniert und stigmatisiert ist. 

Für Herrn Glogowski und Frau Alm-Merk als verantworliche Minister offensichtlich kein Problem und die Opposition reibt sich die Hände. Es dürfte wohl keiner der vielen vielzitierten Einzelfälle sein die halt mal passieren, sondern von grundsätzlicher Aussagekraft über den Zustand dieses Landes sein. Eine Vorgehensweise die die bekannten vergleichbaren Vorgänge in der ehemaligen DDR in ihrer Effektivität der Entmündigung kritischer oder unbequemer Bürger um ein Vielfaches übertrifft. Mußten sie dort vor der Bevölkerung verborgen werden um nicht Proteste zu ernten, erledigen hier Behörden und Bevölkerung gemeinsam den Rest, weil es unberechtigter weise gelungen ist, den Nimbus der Rechtsstaatlichkeit behördlicher Maßnahmen zu zementieren.(Das gab's auch schon mal). Dabei fällt mir ein: ROTBRAUN ist auch eine Farbe.

Gerhard Hanenkamp 1/98


Autor: Gerhard HanenkampDatum 20.01.1998 Mail: brain@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / POLITIK / JUSTIZ/ WIRTSCHAFT /  LITERATUR   / KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
Letzte Änderung: 
© G*A*B; Überarbeitet am:  ; Adresse der Webseite: http://www.gabnet.com/pol/spdx.htm