G*A*B Politik
NET
POLITIK & GESELLSCHAFT
Ein Mann namens Schröder
Große Liebe und grenzenloses Vertrauen zueinander führten zur Ehe im siebenten Himmel.
Eine Tochter wurde geboren. Um bald ein eigenes Haus bauen zu können, geht der stolze Papa auf Montage nach Kuba, China und in viele andere Länder. Das Gehalt geht auf das gemeinsame Familienkonto in Hannover. Die Auslösung reicht, um Papa im fremden Land zu ernähren. Als endlich genug Geld für das eigene Haus zusammen ist, kehrt der "Montage-Pappi" nach Hannover zurück. Das Familienkonto ist leer. Seine Frage an die "beste aller Ehefrauen" wird nicht beantwortet, sondern führt zu heftigem Streit, den die Ehefrau mit der Scheidungsklage beantwortet. Das Gericht will von dem erheblichen Geldbetrag, der vom Familienkonto spurlos verschwunden ist, überhaupt nichts wissen und spricht die Scheidung aus. Der fleißige Vater wird auch noch zu erheblichem Unterhalt für Ex-Frau und Tochter verurteilt. Das sauer erarbeitete Geld spurlos verschwunden, die Arbeit aufgegeben, um das Haus zu bauen und jetzt unversehens völlig Pleite. Wer hat sich im fleißigen Leben schon auf eine derartig tückische Situation vorbereitet. Der Gerichtsvollzieher kommt, um die ausstehenden Unterhaltsbeträge zu pfänden, aber bei Herrn Schröder aus Hannover ist nun nichts mehr zu holen. Da er seiner Tochter nichts mehr zu bieten hat, will diese bald auch nichts mehr von ihm wissen. Nach letzten Meldungen soll er wieder auf Montage in Thailand sein. Die großen Firmen mit Auslands-Baustellen brauchen dringend solche hochkarätigen Fachleute, die "kein Zuhause" mehr haben und deshalb ohne zu murren an jeden Ort auf dem Globus gehen, um dort zu arbeiten. Nach Deutschland wird er nicht mehr zurückkommen, denn der unerbittliche staatliche deutsche Gerichtsvollzieher fragt nicht, wer das persönliche Unheil verursacht hat. So kann Herr Schröder nur hoffen, am Lebensabend vielleicht soviel Geld zusammenzuhaben, um in der Taiga einen Bau-Container als Eigenheim vorweisen zu können. Deutschland ist moralisch und finanziell völlig im Eimer. An der Story über Herrn Schröder aus Hannover erkennen Sie, daß kindlicher Glaube an Gerechtigkeit bei Kennern der innerdeutschen Juristen-Szene nur beißenden Spott und Hohn über den naiven weltfremden Bürger auslösen kann.
Es ist wohl nicht notwendig, darauf hinzuweisen, daß diese Story nicht von Gerhard S. berichtet. Der blecherne Kanzler mit dem eigenartigen Privatleben und den immer auf Zeit geliehenen Kindern hat zu den Problemen normaler fleißiger Anstands-Bürger keine innere Beziehung. Er ist selbst Anwalt und weiß, wie bitter der Haß der Juristenclique jene verfolgt, die es wagen, Kritik an den Göttern in schwarzen Roben zu äußern. Wer die Justiz kritisiert, wird erst einmal verurteilt, damit verschafft man sich die derzeit herrschende Grabesstille. Diese bedrohliche Haltung erstickt sogar viele profilierte Juristen mit besten Absichten. Mobbing ist an der Tagesordnung. Das negative Klima innerhalb der Juristenmaschinerie ist unübersehbar und löst bei vielen innerhalb des Systems eine "leck-mich-am-Arsch"-Haltung aus. Es muß schon sehr lange her sein, als das euphorische Motto galt, den Staat bürgerfreundlicher zu gestalten und mehr Demokratie zu wagen. Haben wir in Deutschland alle positiven Träume restlos aufgegeben? Gibt es wirklich nur noch eine  Lösung? Weg aus Deutschland! Es wäre schlimm, wenn es uns nicht bald gelingt, wieder eine ehrliche und freie Diskussion über Ungereimtheiten, Ungerechtigkeiten und Probleme führen zu können. 
Ich hoffe noch immer auf eine Wende. Was meinen Sie? Gibt es Hoffnung? Ihre Meinung ist gefragt!

Autor: Knut Schlanert  Datum 13.07.2000 Mail: Knut Schlanert
Verteiler:HAUPT / MÄNNER / BOYS / POLITIK /JUSTIZ/ WIRTSCHAFT /LITERATUR  / BUCH / KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
Letzte Änderung: 
© G*A*B; Überarbeitet am:  ; Adresse der Webseite: http://www.gabnet.com/pol/schröder1.htm