von Robert Füchsel

Männerbeauftragte

Als ich neulich durch die Fußgängerzone gehe, fällt mir eine Einladung auf. Die Frauenbeauftragte unserer Stadt spricht über ihre Arbeit. Da gehe ich natürlich hin. Ich bin der einzige Mann unter etwa fünfzig Frauen. Die Frauenbeauftragte berichtet über Aktionen, Einsätze, Einsprüche und anderes. Dann erzählt sie, dass sie einen Treff für alleinerziehende Mütter organisiert. Ich frage, ob auch alleinerziehende Väter Zutritt haben. Das verneint sie vehement. Sie sei schließlich Frauenbeauftragte, und da tue sie nichts für Männer. Ich weise sie darauf hin, dass sie aus Steuermitteln bezahlt wird und das es keine Männer­beauftragten gibt. Ihre Antwort: Da müssen die Männer eben dafür sorgen, dass es Männer­beauftragte gibt. Eine junge Frau von höchstens 25 Jahren plärrt dazu: Wir Frauen haben uns alleine emanzipiert, da müssen sich die Männer auch alleine emanzipieren. Das könn w´r ja nich ooch noch machn. Sie haspelt das so automatisiert herunter, als ob sie das schon mehrfach an unpassender Stelle getan hat. Aber irgendwie hat sie schon ein bisschen recht. Schließlich machen überwiegend Männer Gesetze, die Frauenbeauftragte vorschreiben und Männer­beauftragte verhindern. Was können wir also tun? Sollen wir das einfach so hinnehmen? Schließlich haben wir ein Grundgesetz, das besagt: Niemand darf wegen seines Geschlechts benachteiligt werden. Auch Politiker sollten sich auf ihre Gesetzestreue überprüfen lassen müssen! Wenn ich lese, was Thomas Schröder in Drochtersen und Gerhard Hanenkamp in Hamburg erlebt haben, so gibt es - denke ich - dringend Handlungsbedarf.

 

 siehe auch ArschlöcherInnen

Frauenquote

Bei meinem heutigen Stadtspaziergang fällt mir eine Schlagzeile des Wochenmagazins Fokus ins Auge: Frauen-Zwang - Firmen rebellieren gegen Job-Quoten. Die Familien-, Frauen-, Senioren- und Jugendministerin Christine Bergmann will erreichen, dass staatliche Aufträge nur noch an frauen­freundliche Firmen vergeben werden. So wird auch von einem Frauenanteil von 40 Prozent in Männerdomänen gesprochen. Wer keine Frauenförderung betreibt, muss mit rigiden Maßnahmen aus dem Hause Bergmann rechnen. Nicht mehr Preis und Leistung werden Auswahl­kriterien sein, sondern Frauen­förderung.

Wenn das konsequent durchgesetzt wird, so werden Teile unserer Gesellschaft schlichtweg zusammenbrechen. Auf der anderen Seite werden so viele Milliarden an Steuermitteln eingespart, dass eine Neuverschuldung nicht mehr nötig ist. Allerdings werden auch Abgaben der Bürgerinnen und Bürger steigen müssen. Zum Beispiel werden Müllabfuhr und Straßenreinigung keine Zuschüsse mehr erhalten, bis es mindestens 40 Prozent Müllwerkerinnen und Straßen­reinigerinnen gibt. Die Bergbau­milliarden werden gestrichen bis zum Erreichen der 40 Prozent Bergfrauenquote. Bei den Wehrpflichtigen gibt es die niedrigste Frauenquote überhaupt - viel niedriger als in der frauenfeindlichsten Chefetage. Der Riesenbatzen des Wehretats dürfte auf Jahrzehnte wegfallen, bis es gelingt, 40 Prozent weibliche Wehrpflichtige einzuziehen. Freiwilliger Dienst an der Waffe kann da selbstverständlich die Wehrpflicht nicht ersetzen. Die Reihe der Problemfälle ließe sich über Feuerwehr, Beseitigung gefährlicher Stoffe, Nachtschichten in Betrieben usw. noch eine Weile fortsetzen.

Da hat sich unsere Nichtmänner-Ministerin ja einiges vorgenommen! Übrigens halte ich es für ein Gerücht, dass das Ministerium für Familie, Frauen, Senioren und Jugend in Rosinenpicker-Ministerium umbenannt werden soll!!!
 

Kommentar: (den ich mir nicht verkneifen kann, Robert)

Da sieht mann mal: Spaziergänge sind nicht nur gesund, sie regen auch zu konstruktivem Nachdenken an!
Also: höchst nachahmenswert auch für Nichtmänner(MinisterInnen.)
Gerhard Hanenkamp

Autor: Robert Füchsel
Erstellungsdatum 00.00.1999 G*A*B - Datum: 01.03.2000  Mail: robert.fuechsel@ewetel.net
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