von Robert Füchsel

Gewalt

Auf einer Pressekonferenz der Bundesregierung teilte ein Sprecher mit, das Justizministerium plane eine Aktion gegen Einbruch in Häuser mit ungeraden Hausnummern. Die Frage, ob denn nicht auch in Häuser mit geraden Hausnummern eingebrochen werde, wurde nicht zugelassen. Die Ministerin für ungerade Hausnummern - wie sie sich selbst gern kurz nennt - wies ausdrücklich darauf hin, es werde nur in Häuser mit ungeraden Hausnummern eingebrochen. Anders lautende wissenschaftliche Untersuchungen werden weder von Parteien, noch von Bundesregierung und Bundesministerien zur Kenntnis genommen.

Diese Meldung ist so idiotisch, dass man darüber sicher nur den Kopf schütteln kann. Tatsächlich beabsichtigt das Justizministerium in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, eine Aktion gegen Männergewalt gegen Frauen zu starten. Die Vorbereitungen - auch die ideologischen - laufen bereits seit einiger Zeit. So behauptete die Frauenministerin - wie sie sich selbst gern kurz nennt -, jede dritte Frau werde in Deutschland geschlagen.

Selbstverständlich muss auch etwas gegen Männer getan werden, die gegen Frauen gewalttätig sind. Aber eine so einseitige Aktion ist dazu geeignet, das Klischee Männer = Täter, Frauen = Opfer zu verstärken. Wie jedoch nahezu einhundert wissenschaftliche Untersuchungen belegen, sind Frauen etwa gleich oft und massiv gewalttätig gegen Männer wie umgekehrt. Siehe dazu die ausführlichen Dokumentationen Gewalt 1 bis 4 vom 21. März 2000 unter Neues bei paPPa.com bei www.paPPa.com und die Hintergrund-informationen von Joachim Müller bei 
home.t-online.de/home/Joachim.Mueller-1/.

Der Tatbestand der Männergewalt gegen Frauen, der uns natürlich alle herausfordert, wird in der geplanten Form zur generellen Männerfeindlichkeit instrumentalisiert und missbraucht. Die sich aus der Aktion ergebenden Gesetze, die sich teilweise schon abzeichnen, werden Männer einseitig benachteiligen - teilweise unter Umgehung bisher geltender Rechtsnormen. All dessen sollten sich diejenigen bewusst sein, die diese Aktion unterstützen.

Warum startet unser Justizministerium nicht eine Aktion gegen Gewalt in jeder Form, die wir ja alle gern unterstützen würden? Könnte es sein, dass Gewalt von Frauen aus der Aktion ausgeschlossen wird, weil nicht sein darf, was nicht sein soll - was unsere feministisch unterwanderte Gesellschaft wider besseres Wissen nicht zur Kenntnis nehmen will?

Wenn es denn unbedingt eine einseitige Aktion sein muss, so sollte sie unter dem Titel Aktion gegen Frauengewalt gegen Männer laufen, damit dieser bisher kaum beachtete Bereich endlich ins öffentliche Bewusstsein rückt.

 

Männerbildung

Neulich treffe ich in der Fußgängerzone eine alte Bekannte.
- Wie geht´s?
- Prima. Ich habe gerade einen Computerkurs abgeschlossen - drei Monate - ziemlich intensiv - Windows, Word, Exel und Internet - ganz prima!
- Und kostet?
- Hat das Arbeitsamt bezahlt.
- Das würde mich auch interessieren.
- Nächste Woche fängt ein neuer Kurs an. Ich gehe also gleich hin zur Schule.
- Sie fangen nächste Woche einen neuen Computerkurs an. Ist der schon voll?
- Nein, erst gut halbvoll.
- Dann möchte ich mich anmelden.
- Sie selbst? Das geht nicht.
- Warum nicht?
- Ist nur für Frauen.
- Wird aber doch mit Steuermitteln bezahlt.
- Ja, Frauenförderung, sie wissen schon.
- Ja, klar, ich weiß!

Frauenkurse sind kein Einzelfall. An den Fachhochschulen gibt es in traditionellen Männerberufen viele Veranstaltungen ausschließlich für Frauen. An den Universitäten gibt es als ordentliches Lehrfach Frauenstudien und neuerdings feministische Genderstudien. Unsere evang. Familien­bildungs­stätte bietet bei über 700 Veranstaltungen fast 500 für Frauen und ganze drei für Männer an. Die Aufzählung ließe sich fortsetzen. Früher schloss man Frauen von der Bildung aus mit dem heute nicht mehr nachvollziebaren Argument des physiologischen Schwachsinns des Weibes. Heute schließt man Männer mehr und mehr von der Bildung aus mit dem viel eleganteren Argument der Frauenförderung.

An den Volkshochschulen sind mehr als 80% der Hörenden Frauen. Wären es mehr als 80% Männer, so gäbe es bestimmt Frauenförderpläne, und staatliche Zuschüsse würden von einer bestimmten Frauenquote abhängig gemacht. Kennen Sie an irgendeiner Bildungseinrichtung einen Männerförderplan oder eine Männerquote? Schon heute ist bekannt, dass Frauen besser ausgebildet sind als Männer. Demnächst werden die Männer erwachen und bestürzt feststellen, dass sie den Anschluss verschlafen haben!
 

 siehe auch Eine Polemik / Arschloecherinnen / Männerbeauftragte / Frauenquote /
Autor: Robert Füchsel
Erstellungsdatum 00.00.1999 G*A*B - Datum: 03.04.2000  Mail: robert.fuechsel@ewetel.net
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / BOYS / POLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFT / LITERATUR / KUNST / BÜCHER / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK / CHRONOLISTE
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