VÄTER IM EXIL

OBERLANDESGERICHT HAMM
 
 

BESCHLUSS

3 WF 171/97 OLG Hamm
58 F 79/92 AG Bochum

In Sachen
 

Jan Lalik, Skolska 12/39, 98201 Tornala, Slowakische Republik, Antragsgegner und Beschwerdeführer, gegen

Bettina Kolberg, Lewacker Str. 258, 44879 Bochum, Antragstellerin und Beschwerdegegnerin,

- Verfahrensbevollmächtigte: Rechtsanwälte Stracke und Partner in Hattingen -

hat der 3. Senat für Familiensachen des Oberlandesgerichts Hamm auf die Beschwerde des Antragsgegners vom 12. März 1997 gegen den Beschluß des Amtsgerichts - Familiengericht - Bochum vom  19. Dezember 1994 durch den Vorsitzenden Richter am Oberlandes-gericht Dingerdissen, den Richter am Oberlandesgericht Killing und den Richter am Amtsgericht Fliegenschmidt am 24. Juni 1999 

beschlossen:
 

Die Beschwerde wird zurückgewiesen. Der Antragsgegner trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens. 
Der Beschwerdewert beträgt 500,00 DM.
Gründe:
In dem vorliegenden Verfahren hat das Amtsgericht die Ehe der Parteien durch ein - inzwischen rechtskräftiges - Urteil vom 13. Januar geschieden und die elterliche Sorge für den am 24. Juni 1985 geborenen Dominik Alexander Lalik und für zwei jüngere Töchter der Parteien auf die Antragstellerin übertragen. Zuvor hatte es am 19. Dezember 1994 durch einstweilige An-ordnung nach den §§ 620 ff. ZPO bestimmt, daß die elterliche Sorge für Dominik Alexander Lalik auf die Antragstellerin über-tragen werde und daß der Antragsgegner verpflichtet sei, das Kind sofort an sie herauszugeben; unter dem gleichen Datum er-ließ es nach § 33 Abs. 2 FGG den angefochtenen Beschluß, nach dem zur Erzwingung der angeordneten Herausgabe Gewalt angewen-det werden kann.
Die Beschwerde des Antragstellers gegen diesen Beschluß ist nicht begründet. Trotz des Umstandes, daß Dominik Alexander Lalik seit mehr als vier Jahren in der Obhut des Antragsgegners lebt, ist die getroffene Anordnung unter Berücksichtigung aller gegebenen Umstände aufrechtzuerhalten. Der Antragsgegner ist Mitte Dezember 1994 mit Dominik Alexander in die Slowakische Republik gezogen. Unter welchen Lebensumständen Dominik Alexander seitdem bei seinem Vater aufgewachsen ist, ist ungeklärt. Wegen der weiteren Einzelheiten wird insoweit auf den Beschluß des Senats vom heutigen Tage in dem Verfahren 3 UF 183/97 OLG Hamm verwiesen. Angesichts der Einstellung und des Verhaltens des Antragsgegners, die in dem Verfahren 3 UF 183/97 OLG Hamm erkennbar geworden sind, besteht kein An-laß, der Antragstellerin einen Vorwurf daraus zu machen, daß sie als Sorgeberechtigte die Herausgabe des Sohnes der Partei bisher noch nicht durchsetzen konnte. Angesichts der fortbeste-henden Unklarheiten hinsichtlich der Bedingungen, unter denen Dominik Alexander gegenwärtig lebt, erscheint es nicht angemessen, die Möglichkeiten der sorgeberechtigten Antragstellerin hinsichtlich der Durchsetzung der Herausgabe in irgendeiner Weise einzuschränken.
Dingerdissen                Fliegenschmidt                      Killing

 
  ...siehe auch: 
weitere Beiträge Dr. Jan Lalik über Linkliste EXIL-VÄTER
PaPPa.com
09.10.98
Feministische Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichtes ? 
- Der Fall Sabine Heinke + das Umgangsrecht ... 
PaPPa.com
15.10.98
Feministische Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichtes ? 
paPPa.com fragt an beim Bundesverfassungsgericht:
Dr. Jan Lalik ein Fall von Tausenden ähnlicher...kompetent analysiert
30.07.1998 Klageerwiderung: Oberlandesgericht Hamm Heßlerstraße 53 59065 Hamm
14.08.1998  Verfassungsbeschwerde
20.09.1998 Anlage zur 5. Ergänzung der Verfassungsbeschwerde
03.10.1998 Prophylaktischer Antrag auf Ablehnung von Sabine Heinke wegen Besorgnis der Befangenheit
Literaturverzeichnis Dr. Jan Lalik
Keine Gewähr für Übertragungs- und Einlesefehler. Gerhard Hanenkamp

Autor: Dr.Jan Lalik   Datum 06.06.1999 Mail:  
Verteiler: HAUPT / MÄNNER/ POLITIK /JUSTIZ / WIRTSCHAFT/LITERATUR/ KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
Letzte Änderung: 
© G*A*B; Überarbeitet am:  ; Adresse der Webseite: http://www.gabnet.com/mw/exil/lalik4.htm