VÄTER IM EXIL


Dr. med. Jan Lalik Skolska 12 98201 Tornala Slowak Republik

An alle Damen und Herren Richterinnen und Richter beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe Postfach 1771 76006 Karlsruhe

03.10.1998
Prophylaktischer Antrag auf Ablehnung von Sabine Heinke wegen Besorgnis der Befangenheit

Es gehört zu den Eigentümlichkeiten der Nicht-Annahme von Verfassungsbeschwerden, daß die Namen der damit befaßten Richter/Innen erst im unanfechtbaren Ablehnungsbeschluß bekannt werden.

Dem Vernehmen nach ist Sabine Heinke in der Funktion als Sachbearbeiterin in Familienrechtsfragen beim BVerfG tätig. Gleichzeitig ist Sabine Heinke Redakteurin der radikalfeministischen Zeitschrift STREIT und als solche verwendet sie in ihrer Ansprechadresse eine Ruf- und Fax-Nummer des Bundesverfassungsgerichts: Tel. 0721-9101 389 Fax 0721-9101 410 (s. anl. Kopie des Editorials aus STREIT 1/97 S. 2).

Demzufolge ist Sabine Heinke nach ihrem Selbstverständnis beim BVerfG primär oder zumindest zugleich als Verfechterin der vereinseitigten Interessen einer sektenhaften feministischen Gruppierung tätig, die naturgemäß jede Objektivität nach rechtsstaatlichen Aspekten ausschließt.

Diese Parteilichkeit erklärt Sabine Heinke selbst in: Fabricius Brandt, Wenn Ehen Akten werden. Campus Verlag 1989;

darin Sabine Heinke: Frauen vertreten Frauen - für eine offen(siv)e Parteilichkeit:

"Es wundert uns daher nicht, daß Väter immer häufiger beantragen, daß ihnen die elterliche Sorge für eheliche Kinder übertragen wird. Denn immer wieder findet sich in der Laiensphäre die Auffassung, daß Naturat'Versorgung der Kinder billiger ist, als der Barunterhalt, zumal wenn Freundin, Schwester oder Mutter sie umsonst erledigt. Derartige Sorgerechtsanträge sparen bares Geld, nämlich den Unterhalt der Ehefrau. Es erstaunt uns daher auch nicht, daß die 'neuen Väter' im Vormarsch sind und alle Welt darüber diskutiert, wie man (n) ihnen zu ihrem Recht verhelfen kann. Männer versuchen hier wieder einmal, Frauen mit Gefühl um Geld zu bringen. Kaum haben sie entdeckt, daß auch Väter als Bezugspersonen für Kleinkinder in Betracht kommen, wird dies allenthalben als bemerkenswerte und überaus berücksichtigenswerte Tatsache dargestellt und nach Möglichkeit hervorgehoben. Männer, die traditionell weibliche Aufgaben übernehmen, machen dies natürlich viel professioneller, besser, wissenschaftlich fundierter und gründlicher als Frauen in ihrer amateurhaften Art. Diese Konzentration auf die gefühlsmäßigen Bindungen der Kinder auch an die Väter, läßt die Sparschweinfunktion dieser Beziehung - absichtsvoll - in den Hintergrund treten" (aaO. 77, 90).
In diesem polemischen Elaborat ist alles entstellt und pervertiert, so daß die Richtigstellung entsprechend umfänglich ausfallen muß.

Wenn nach dem Kindeswohlverständnis von Sabine Heinke und deren erklärter offensiver Parteilichkeit für Frauen das Sorgerecht dazu dienen soll, Frauen nicht "um Geld zu bringen", dann impliziert dieses Rechtsverständnis das völlige Ausklammern von Erziehungseignung nach objektiven Kriterien - insbesondere auch der legislativen Vorgaben in § 1626 II BGB - und die apriorische Sorgerechtserteilung an die Mütter im Interesse deren monetären Ambitionen, wie Sabine Heinke ebenfalls erklärt.

Mit diesem dogmatisch-apriorischen Vor-Urteil ist nicht nur die Gleichheit vor dem Gesetz eliminiert und insoweit das Grundgesetz verletzt, sondern auch das einfache Recht des § 1626 II BGB.

Das "Kindeswohl", um das es bei der gerichtlichen Sorgerechtsregelung geht, ist schon gedanklich suspendiert und auf das monetäre Wohl der Mütter reduziert.

Systemtheoretisch offenbart das von Sabine Heinke erklärte sorgerechtliche Verständnis hinsichtlich der Implikationen des "Systems Familie" eine bemerkenswerte Nullkenntnis. Soweit sie auf Auffassungen in der "Laiensphäre" verweist, stellt sie offenkundig ihre eigene Auffassung in die Kategorie der professionellen Kompetenz. Bei analytischer Betrachtung dieser selbst attestierten Professionalität erweist sie sich als unprofessionell. Systemtheoretisch ist anerkannt: Die Familie ist ein System, und zwar die "gesunde" sowohl wie die "gestörte", und die Beziehungen des Kindes zu beiden Elternteilen sind naturgemäß nicht abhängig von deren rechtlichem Status. Systemtheoretisch ist die Familie zudem ein homöostatisches System, das nach jeder Störung, gleichgültig welcher Art und Ursache, immer wieder erneut ein neues Gleichgewicht erstrebt (Fredmund Malik: Strategie des Managements komplexer Systeme. Ein Beitrag zur Management-Kybernetik evolutionärer Systeme. Stuttgart 1986, 394). In diesem Sinne bleiben die Eltern auch nach Trennung oder Scheidung gegenüber dem Kinde Eltern und in dieser beziehungsorientierten Verantwortung. Wenn Mütter aus den von Sabine Heinke offerierten merkantilen Eigenin-teressen das Alleinsorgerecht für sich reklamieren und damit die Einsichtslosigkeit in diese homöostatischen Beziehungsgeflechte demonstrieren, dann bleibt für den Vater mit schon berufsspezifisch besserer Einsicht in diese Zusammenhänge nur die Beantragung des Alleinsorgerechts für sich übrig. Die gehässige Denunzierung der Väter in der Diktion von Sabine Heinke verrät zudem Kenntnislosigkeit der Inhalte "partnerschaftlicher Erziehung" im Sinne von § 1626 II BGB und den adäquaten Implikationen von motivationaler Mitarbeiterführung in "lebensfähigen Systemen". Väter, die in Leitungspositionen innerhalb "lebensfähiger Systeme" in Form von personal-konstitutiven Existenzprämissen diesen Führungsstil praktizieren oder in einfacheren Positionen zumindest angewandt erleben, können schon mit Berufung auf die diesbezügliche Kompetenz eine bessere Erziehungseignung für sich reklamieren als Mütter, welche das Alleinsorgerecht für ihre eigenen monetären Interessen nach Art der Darlegungen von Sabine Heinke instrumentalisieren.

Für die Beurteilung der Voreingenommenheit von Sabine Heinke ist es gleichgültig, ob diese aus reiner Unkenntnis der Implikationen des "Systems Familie" und in subjektiver Überzeugung handelt oder absichtsvoll die Zertrümmerung des "Systems Familie" zu Lasten betroffener Kinder mit geschlechtsspezifischen Diffamierungen der Väter und mit sachfremden Polemiken das vorbekannte Endergebnis dieser Offenbarungen verfolgt: Massenhafte Erzeugung von Dauerarbeitslosen und Sozialfällen - einschließlich der mit Sabine Heinkes Sorgerechtsverständnis privilegierten Mütter. Wenn Berufstätigkeit oder Geschlecht - ähnlich wie ehedem das Merkmal "Jude" (s. Ingo Müller: Furchtbare Juristen) - zum Verlust des Sorgerechts und in verfassungs­widriger Weise zur Alleinzuständigkeit für den Unterhalt führt (zur Verfassungs­widrigkeit s. Knöpfel in: AcP 191. Bd. 107 ff.), dann sind logischerweise alle Voraussetzungen für die weitere Beschäftigung als Produktivkraft innerhalb lebensfähiger Systeme rechtsoperativ beseitigt und der Sozialfall gegeben.

Wenn also Sabine Heinke nicht fahrlässige Unkenntnis in familienspezifischen Kategorien unterstellt werden soll, so bliebe nur die in volkswirtschaftlicher Dimension sozialschädliche Konstruktion von Wirklichkeiten übrig.

Die Tatsache, daß Sabine Heinke Diensttelefon und -Fax für die Geschäftsinteressen der STREIT-Redaktion benutzt, begründet für sich allein schon den Antrag auf ihre Ablehnung wegen Befangenheit und deren Ausschluß von der Bearbeitung meiner Verfassungsbeschwerde in irgend einer Mission, am allerwenigsten in "wissenschaftlicher", da ihre empirisch manifesten Kenntnisse bezüglich des "Systems Familie" und der legislativ postulierten "partnerschaftlichen Erziehung" gleich Null sind, wie die zitierte Quelle offenbart.

Dem Ablehnungsantrag ist daher stattzugeben.

Dr. Jan Lalik


  ...siehe auch: 
weitere Beiträge Dr. Jan Lalik über Linkliste EXIL-VÄTER
PaPPa.com
09.10.98
Feministische Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichtes ? 
- Der Fall Sabine Heinke + das Umgangsrecht ... 
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15.10.98
Feministische Unterwanderung des Bundesverfassungsgerichtes ? 
paPPa.com fragt an beim Bundesverfassungsgericht:
Dr. Jan Lalik ein Fall von Tausenden ähnlicher...kompetent analysiert
30.07.1998 Klageerwiderung: Oberlandesgericht Hamm Heßlerstraße 53 59065 Hamm
14.08.1998  Verfassungsbeschwerde
20.09.1998 Anlage zur 5. Ergänzung der Verfassungsbeschwerde
03.10.1998 Prophylaktischer Antrag auf Ablehnung von Sabine Heinke wegen Besorgnis der Befangenheit
Literaturverzeichnis Dr. Jan Lalik
Keine Gewähr für Übertragungs- und Einlesefehler. Gerhard Hanenkamp

Autor: Dr.Jan Lalik  Datum 03.10.1998 Mail:  
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