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Prof. Dr. Joachim Wiesner Privatdozent

Vom Rechtsstaat zum Faustrechts-Staat:

Eine empirische Studie zur sozialethischen und ordnungspolitischen Bedeutung des Scheidungs-, Scheidungsfolgen- und Sorgerechts 

Oder: Über die staatlich verursachte Paralyse von Rechtshandeln und Rechtsbewußtsein in der Bundesrepublik Deutschland 

VERLAG REGENSBERG MÜNSTER 1985 
 

Bemerkungen,Hinweise und Vorwort;

Die vorliegende Studie aus dem Jahre 1985 ist nicht überholt sondern aktueller denn je. Auch wenn die Kindschaftsrechtsreform mit Datum vom 1.Juli 1998 zwischenzeitlich einige Neuerungen gebracht hat, zeigt sich de facto kaum eine Änderung in der Gerichtspraxis, geschweige denn eine Richtungsänderung weg von der letztendlichen totalen gesellschaftlichen Destruktion.

Die Ausführungen und Schlußfolgerungen des Autors werden durch die Entwicklungen und Folgen bis zum heutigen Tage umfassend bestätigt.
z.B.:
ZITAT>Es sei wiederholt: Mit derselben positivistisch - rechtlichen Argumentation, mit
der man Unrechtstatbestände erst einmal entstehen und danach bestehen                    läßt, danach sie gerichtsseitig zwecks der zitierten »Herbeiführung klarer                    Rechtsverhältnisse« und »der Sicherung der Erziehungskontinuität«  rechtsförmig macht, sind in der dunkelsten Ära deutscher Geschichte Unaten,     Unrechtstatbestände formell legalisiert worden. Die formalistische Anwendung der Nürnberger Rassegesetze unterschied sich rechtsmethodisch in keiner Weise von der formalen Anwendung des jetzt gültigen Eherechts zugunsten des Rechtsbruchs. In beschämender Analogie kann man auf die Spruchpraxis in Familiensachen während des "Dritten Reichs" verweisen, in denen etwa - wie in der Literatur erschließbar - jüdischen Eltern ein arisches Pflegekind entzogen worden war und im Namen des »Gemeinnutzes« (heute heißt die entsprechende Kategorie: im Interesse des »Kindeswohls«) der Urteilsspruch erging, der Vater müsse das Kind hergeben, seine Unterhaltspflicht bliebe jedoch bestehen. Auch in der Bundesrepublik triumphiert das Gesetz über das Recht, aber nicht etwa in jenem bekannten Sinne der Rechtsdialektik, wonach das summum jus zu den summa injuria führe, sondern vielmehr in einer viel brutaleren,  geradezu rechtstotalitären Weise, wie sie hier zuvor skizziert worden ist. 
Die gesetzlich institutionalisierte Verantwortungslosigkeit.<Zitatende

oder:

ZITAT>Von den dann rd. 1,2 Millionen Scheidungswaisen (aus 13 Prozeßjahren) werden nicht nur Zehntausende, sondern wohl Hunderttausende in ihren vormaligen zerfallenen Familien die Lebenserfahrung gemacht haben, daß man unter der Herrschaft dieses
Familien-, Scheidungs- und Scheidungsfolgenrechts nicht recht, sondern unrecht tun
muß, um materielle Eigenvorteile zu gewinnen, und daß es umgekehrt töricht wäre,
sich an »für Ehe und Familie grundlegend(en) Lebensprinzipien« zu orientieren, wie
"Liebe, Treue und Vertrauen",<Zitatende

Der Beitrag wurde von uns gepoolt in der Hoffnung, daß er möglichst viele zum Nachdenken und zur Umorientierung bringen möge, vor allem die, die z.B. im Bereich der Justiz an der gesellschaftlichen Vernichtungsschraube drehen und die, die zwar in der Lage sind Zusammenhänge, Ursache und Wirkungen zu erkennen aber lieber durch bewußte Ignoranz ihrem bequemeren Opportunismus frönen wie es in Deutschland seit der Zeit des "3. Reichs"  wohl immer noch bundesweit vorzugsweise praktiziert wird, anstatt zu frondieren.

Gerhard Hanenkamp / brain@gabnet.com

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Autor: Wiesner, Joachim, Prof. Dr.  Datum 9.02.1998 Mail: c/o. brain@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER/ POLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFT / LITERATUR / KUNST / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
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