Die Verantwortlichkeit für pornographische und gewaltverherrlichende Inhalte, Verleumdungen, Urheberrechtsverletzungen und Wettbewerbsdelikte gewinnt im Internet zunehmend an Bedeutung. Gravierende strafrechtliche Sanktionen und zivilrechtliche Ersatzpflichten drohen nicht nur Personen, die eigene Daten veröffentlichen, sondern vor allem auch denjenigen, die im Internet fremde Daten speichern, zugänglich machen oder durch Links in Bezug nehmen. 

• Das vorliegende Buch liefert die bisher ausführlichste Erörterung der Verantwortlichkeitsregelungen von § 5 Tele-dienstegesetz und § 5 Mediendienste-Staatsvertrag. Dabei werden auch das ausländische Recht und der einschlägige Richtlinienvorschlag der Europäischen Kommission von 1999 dargestellt. 

• Das Buch gibt erstmals auch eine ausführliche Einführung in die technischen Grundlagen und die im Internet möglichen Kontrollmaßnahmen. Diese sind für das Verständnis der neuen Verantwortlichkeitsregelungen schon deswegen erforderlich, weil dasTeledienstegesetz und der Mediendienste-Staatsvertrag die Betroffenen zu allen »technisch möglichen und zumutbaren«
Maßnahmen verpflichten. 

Professor Dr. Ulrich Sieber ist Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozeßrecht, Informationsrecht und Rechtsinformatik an der Universität Würzburg. Er arbeitet seit über 20 Jahren schwerpunktmäßig auf dem Gebiet des Computerrechts, war persönlicher Sonderberater von zwei EG-Kommissaren und unterstützte zahlreiche deutsche und ausländische Regierungsstellen, internationale Organisationen und Firmen. 

ISBN 3-406-46070-4 
9 783406 460708 07800 
 

Inhaltsübersicht 

Vorwort 
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis 
Teil l: Problemstellung 

A. Chancen und Risiken des Internets
B. Verantwortlichkeit für Fremdverhalten
C. Gegenstand und Gang der Darstellung


Teil 2: Technische Grundlagen

A. Grundlagen der Netztechnik
B. Technische Kontrollmöglichkeiten
C. Zusammenfassung und Konsequenzen


Teil 3: Die Verantwortlichkeitsregelung der §§ 5 TDG/MDStV 105 
 

A. Grundlagen
B. Anwendungsbereich der Regelung
C. System der Verantwortlichkeitsbegrenzung 
D. Technische Möglichkeit und Zumutbarkeit von Sperrmaßnahmen 
E. Zusammenfassung
VIII Inhaltsübersicht 

Teil 4: Die Verantwortlichkeitsregelungen im ausländischen Recht und im Rechtsvergleich

A. Traditionelle strafrechtliche Verantwortlichkeitsregelungen 
B. Presserechtliche Regelungen
C. Spezielle Verantwortlichkeitsregelungen für Computernetze
D. Spezielle Ermächtigungsgrundlagen für Untersagungsverfügungen 
E. Spezielle Unterstützungspflichten der Internet-Provider
F. Zusammenfassung


Teil 5: Zukünftige Regelungen und Perspektiven
A. Bewertung und Reform der gesetzlichen Regelungen 
B. Entwicklung von zusätzlichen außerrechtlichen Lösungsansätzen 
C. Zusammenfassung und Ausblick

Anhang:

A. Bericht der Expertengruppe „Mißbrauch Internationaler Datennetze" vom 17.10.1997 
B. Gesetz über die Nutzung von Telediensten (Teledienstegesetz - TDG) vom 22.7.1997
C. Staats vertrag über Mediendienste (Mediendienste-Staatsvertrag - MDStV)
D. Geänderter Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über bestimmte rechtliche Aspekte des elektronischen


Geschäftsverkehrs im Binnenmarkt

Literaturverzeichnis

Stichwortverzeichnis

Inhaltsverzeichnis
Vorwort 
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis 
Abkürzungsverzeichnis 

Teil l: Problemstellung
A. Chancen und Risiken des Internets
B. Verantwortlichkeit für Fremdverhalten
C. Gegenstand und Gang der Darstellung

Teil 2: Technische Grundlagen

A. Grundlagen der Netztechnik
I. Zielsetzungen, Arten und Betreiber von Computernetzen 

1. Zielsetzungen 
2. Räumliche Ausdehnung
3. Nutzer, Betreiber und Zugangsberechtigungen 
II. Hardwarekomponenten von Computernetzen
1. Server und Client
2. Verbindungen
3. Verbindungsrechner
4. Proxy-Cache-Server 


III. Allgemeine Netzwerkarchitektur von Computernetzen

1. Grundlagen
2. Schichten des ISO/OSI-Referenzmodells
a) Physikalische Schicht
b) Verbindungsschicht
c) Netzwerkschicht
d) Transportschicht 
e) Sitzungsschicht
f) Darstellungsschicht
g) Anwendungsschicht
h) Kommunikation zwischen den Schichten
3. Protokolle
4. Programme


IV. Netzwerkprotokolle des Internets

1. Überblick
2. Transportschicht und Transmission Control Protocol (TCP) 
a) Aufgaben
b) Port-Nummern 
3. Netzwerkschicht und Internet Protocol (IP) 
a) Aufgaben
b) Paketvermittlung
c) Adressierung
d) Routing
4. Konsequenzen für Kontrollmaßnahmen
a) Weitgehender Ausschluß von Kontrollen der Network-Provider 
b) Beschränkung auf schichtenspezifische Kontrollmaßnahmen 
V. Anwendungsprotokolle und Dienste im Internet
1. Newsdienst
a) NNTP, Newsartikel und Newsgroups
b) Synchronisation der Newsserver
2. WorIdWideWeb
a) HTTP, WWW-Seiten und URLs
b) Links
c) Suchmaschinen 
3. FTP-Dienst
4. E-Mail 
5. Echtzeitkommunikation
a) Grundlagen und Überblick
b) Internet Relay Chat
c) Konferenzdienste
B. Technische Kontrollmöglichkeiten
I. Allgemeine Kontrollstrategien
1. Ausgangspunkt
2. Ansatzmöglichkeiten für Kontrollstrategien
a) Kontrollen im Bereich der Nutzer und der Inhaltsanbieter 
b) Kontrollen im Bereich der Network-Provider
c) Kontrollen im Bereich der Host-Service-Provider und der Access-Provider
d) Konsequenzen für die nachfolgende Analyse
II. Inhaltskontrolle auf eigenen Servern
1. Auffinden unbekannter rechtswidriger Inhalte
a) Problemstellung und Kontrollstrategien
b) Einzelkontrollen der Inhalte
aa) Newsdienst
bb) WorIdWideWeb
cc) Internet Relay Chat
c) Pauschalkontrollen mittels unscharfer Kriterien
aa) Konzeptionelle Überlegungen
bb) Newsdienst
cc) WorIdWideWeb
dd) Internet Relay Chat
2. Löschung oder Sperrung der ermittelten Inhalte
a) Allgemeine Grundsätze
b) Newsgroups
c) WorIdWideWeb
d) Echtzeitdienste
3. Zwischenergebnis
III. Zugriffssperren für fremde Server
1. Auffinden unbekannter rechtswidriger Inhalte
a) Vervielfachung der Datenvolumina
b) Möglichkeiten und Grenzen von Crawler-Programmen 
2. Implementierung von Zugriffssperren
a) Reduzierung der möglichen Kontrollstrategien auf eine Abschottung von Nutzergruppen
aa) Ausschluß der Datenlöschung
bb) Ausschluß von Zugangssperren beim Nutzer
cc) Ausschluß einer Individualüberwachung beim Access-Provider
dd) Abschottung von Nutzergruppen
b) Allgemeine Voraussetzungen einer Abschottung von Nutzergruppen 
aa) Ausschluß alternativer Zugangsmöglichkeiten zum Internet bb) Verfügbarkeit der Daten im TCP/IP- Protokoll oder im Anwendungsprotokoll 
c) Technische Möglichkeiten zur Durchführung der Abschottungsmaßnahmen
aa) Router und Firewall-Systeme                                             bb) Technische Abschottungsmöglichkeiten mit Hilfe von Proxy-Servern 
d) Spezielle Probleme bei Einzelkontrollen
aa) Allgemeine Probleme der Identifizierung
bb) Allgemeine Probleme der Echtzeitkontrolle
cc) Sperrung mit Hilfe von Schlüsselbegriffen
dd) Sperrung mit Hilfe von Labels
ee) Sperrung mit Hilfe von Dateinamen (URLs) 
e) Spezielle Probleme von pauschalen Zugriffssperren mittels unscharfer Kriterien 
aa) „Pauschale" URL-Sperrungen
bb) IP-Adreßsperrungen
cc) Port-Sperrungen
dd) Alternative Zugriffsmöglichkeiten
3. Bisherige praktische Erfahrungen
a) Begrenzte Erfolgsbilanz
b) Kontraproduktive Wirkung von Sperrmaßnahmen 
c) Schädliche Nebenwirkungen von Sperrmaßnahmen 
C. Zusammenfassung und Konsequenzen
I. Zusammenfassung der technischen Analyse
1. Inhaltskontrolle auf eigenen Servern
2. Zugriffssperren für fremde Server
II. Konsequenzen
1. Content-Provider
2. Host-Service-Provider
3. Access- und Network-Provider
4. Entwicklung von Rückverfolgungsstrategien
Teil 3: Die Verantwortlichkeitsregelung der §§ 5 TDG/MDStV

A. Grundlagen
I. Normgenese, kompetenzrechtliche Grundlagen und Vereinbarkeit mit sonstigem Recht

1. Normgenese und Normtext
2. Übereinstimmender Inhalt von Bundes- und Landesrecht 
3. Gesetzgebungskompetenzen
4. Vereinbarkeit mit sonstigem Recht
II. Verantwortlichkeitsbegrenzende Zielsetzung.

III. Dogmatische Einordnung

1. Problemstellung
2. Strafrechtliche Einordnung
a) Grundlagen der Einordnungsfrage
b) Zuordnung von § 5 TDG zum Tatbestand
c) Spezifizierung als „tatbestandsintegrierte Vorfilterlösung"
d) Konsequenzen
3. Einordnung im Zivil- und Verwaltungsrecht
B. Anwendungsbereich der Regelung
I. Zeitlicher Anwendungsbereich 
1. Strafrechtliche Garantiefunktion
2. Zivilrechtliche Verantwortlichkeit
II. Persönlicher Anwendungsbereich 
1. Strafrechtliche Sonderprobleme des Adressatenkreises
2. Zivilrechtliche Verantwortlichkeit
III. Funktionsspezifischer Anwendungsbereich 

IV. Technikspezifischer Anwendungsbereich 

V. Dienstespezifischer Anwendungsbereich

1. Abgrenzung der Teledienste von den Mediendiensten 
2. Abgrenzung der Tele- und Mediendienste von den traditionellen Medien
VI. Inhaltsspezifischer Anwendungsbereich

VII. Rechtsgebietsspezifischer Anwendungsbereich 

C. System der Verantwortlichkeitsbegrenzung
I. Gründe und Auslegungsprinzipien der unterschiedlichen Verantwortlichkeitsregelungen

1. Volle Verantwortlichkeit für eigene Inhalte nach Absatz l 
2. Bedingte Verantwortlichkeit nach Absatz 2
3. Vollständiger Haftungsausschluß nach Absatz 3 
4. Vorbehalt für Verwaltungs- und Untersagungsverfügungen in § 5 Abs. 4 TDG und § 18 MDStV
5. Konsequenzen
II. Allgemeine Verantwortlichkeit nach Absatz l
1. Ausgangspunkt zur Bestimmung der „eigenen" Inhalte: Selbsterstellte und „zu eigen gemachte" Inhalte
2. Bisherige Lösungsansätze: Anlehnung an Kriterien klassischer Haftungsregelungen
a) Presserechtliche und presserechtsähnliche Abgrenzungskriterien
b) Kriterien der urheberrechtlichen Veranstalterhaftung
3. Tele- und mediendienstespezifische Abgrenzungskriterien 
a) Allgemeine Lösungsmethodik
b) Kriterium der bewußten Einzelauswahl
c) Alternatives Kriterium der bewußten Verantwortungsübernahme 
d) Konsequenzen für die Praxis 
4. Beurteilung von Links als eigene oder fremde Inhalte
a) Einrichten von Links
b) Nachträgliche Veränderung des bezuggenommenen Inhalts


III. Bedingte Verantwortlichkeit nach Absatz 2

1. Zur Nutzung bereitgehaltene Inhalte
a) Inhalte auf eigenen Servern
b) Zurechnung von Inhalten auf fremden Servern
c) Spezielle Zurechnungsprobleme im Konzern
d) Einrichten von Links als Bereithalten oder als Zugangsvermittlung von Inhalten
e) Suchmaschinen
2. Kenntnis der Inhalte
a) Wissenselement der Kenntnis und Ausschluß von Kontrollpflichten
b) Gegenständlicher Bezugspunkt der Kenntnis
c) Rechtlicher Bezugspunkt der Kenntnis
d) Art der Kenntniserlangung
e) Zurechnung fremder Kenntnis
f) Dolose Verweigerung der Kenntnisnahme
g) Maßgeblicher Zeitpunkt für den Beginn der Verantwortlichkeit
3. Technisch mögliche und zumutbare Maßnahmen
IV. Verantwortlichkeitsausschluß nach Absatz 3
1. Zugangsvermittlung als technischer Begriff
2. Ausschluß der „bloßen" Zugangsvermittlung beim Vorliegen eines „Bereithaltens" i.S.v. Absatz 2
3. Ausschluß der „bloßen" Zugangsvermittlung durch Teilnahme
4. Proxy-Cache-Privileg gemäß § 5 Abs. 3 S. 2 TDG
V. Anwendungsbereich und Inhalt von § 5 Abs. 4 TDG und § 18 MDStV
l. Bundesrechtliche Regelung in § 5 Abs. 4 TDG
a) Normgenese, Gesetzessystematik und Anwendungsbereich
b) Begrenzte Anwendung im Zivil- und Verwaltungsrecht
c) Unanwendbarkeit im Strafrecht
2. Landesrechtliche Regelung im Mediendienstestaatsvertrag 
a) Spezielle verwaltungsrechtliche Regelungen in § 18 MDStV
b) Strafrecht und Ordnungswidrigkeitenrecht
c) Fehlen der zivilrechtlichen Regelung
D. Technische Möglichkeit und Zumutbarkeit von Sperrmaßnahmen 
I. Zumutbarkeit als zentrale Verantwortlichkeitsbegrenzung des Teledienstegesetzes 

II. Allgemeine Auslegungsgrundsätze für den Begriff „zumutbar" 

1. Anhaltspunkte im Teledienstegesetz
2. Auslegung der Zumutbarkeit in anderen Rechtsgebieten


III. Maßgebliche Abwägungskriterien im Internet

1. Durch Kommunikationsdelikte verletzte Rechtsgüter
2. Durch Kontrollmaßnahmen tangierte Rechtsgüter
a) Wirtschaftliche Interessen
b) Informationsfreiheit und freier Datenverkehr
3. Gefährdungs- und Rettungschancen
4. Normative Einschränkungen der Abwägung aufgrund der Zielsetzung von § 5 TDG 
5. Konsequenzen
E. Zusammenfassung

Teil 4: Die Verantwortlichkeitsregelungen im ausländischen Recht und im Rechtsvergleich

A. Traditionelle strafrechtliche Verantwortlichkeitsregelungen

B. Presserechtliche Regelungen
I. Anwendbarkeit presserechtlicher Regelungen
II. Unterschiedliche Ausprägungen
III. Unterschiedliche Ziele 

C. Spezielle Verantwortlichkeitsregelungen für Computernetze
I. Querschnittsregelungen in Europa

l. Deutschland 
a) Bereithalten eigener Inhalte
b) Bereithalten fremder Inhalte
c) Zugangsvermittlung zu fremden Inhalten
d) Weitergehende Verpflichtungen
2. Frankreich
3. Schweden
4. Österreich
5. Niederlande
6. Europäische Gemeinschaft
a) Zielsetzung des freien Dienstleistungsverkehrs
b) Reine Durchleitung
c) Caching
d) Hosting
e) Ausschluß einer Überwachungspflicht
II. Rechtsgebietsspezifische Einzelregelungen im angloamerikanischen Rechtskreis
1. USA
a) 47 U.S.C. § 223 Abs. (e) (Communications Decency Act) 
b) 47 U.S.C. § 230 (Verlegerhaftung)
c) 47 U.S.C. § 231 (Child Online Protection Act) 
d) Digital Millennium Copyright Act
e) Weitere Regelungen
2. Vereinigtes Königreich
3. Kanada
III. Zwischenformen in Australien und Asien 
1. Australien
a) Grundlagen der rundfunkrechtlichen Regelung 
b) Inhalte auf inländischen Servern
c) Inhalte auf ausländischen Servern
d) Ergänzende Regelungen
2. Singapur
D. Spezielle Ermächtigungsgrundlagen für Untersagungsverfügungen 
I. Bestimmung jugendgefährdender Inhalte durch eine pluralistisch besetzte Prüfstelle in Deutschland

II. Klassifizierung von jugendgefährdendem Material durch das Australische Classification (Review) Board 

III. Handlungsanweisungen für Provider durch die Polizei in Japan 

IV. Vorschläge für strafprozessuale Untersagungsverfügungen in Frankreich

E. Spezielle Unterstützungspflichten der Internet-Provider
I. Verpflichtung zur Bereitstellung von Filtersoftware

II. Verpflichtung zur Nutzeridentifikation

III. Strafanzeigepflichten der Internet-Provider

IV. Verpflichtung zum Ausschluß von Straftätern vom Internet

F. Zusammenfassung
I. Gesetzestechnische Regelungsmodelle

II. Inhaltliche Maßstäbe der Verantwortlichkeit

Teil 5: Zukünftige Regelungen und Perspektiven 

A. Bewertung und Reform der gesetzlichen Regelungen

I. Gesetzgebungstechnik

II. Trennung von Bundes-und Landesrecht

III. Inhaltliche Maßstäbe der Verantwortlichkeit

IV. Ausgestaltung der Verantwortlichkeitsregelung

V. Flankierende rechtliche Vorschriften

VI. Verbesserte Umsetzung, insbesondere Strafverfolgung

B. Entwicklung von zusätzlichen außerrechtlichen Lösungsansätzen 
I. Codes of Conduct 

II. Rating und Filtering

III. Altersverifikationssysteme

IV. Hotlines 

V. Rückverfolgungstechniken 

VI. Aufklärung der Nutzer

VII. Weitere Maßnahmen

C. Zusammenfassung und Ausblick
I. Rechtliche Regelungen

II. Zusätzliche außerrechtliche Maßnahmen

Anhang:

A. Bericht der Expertengruppe „Mißbrauch Internationaler Datennetze" vom 17.10.1997

B. Gesetz über die Nutzung von Telediensten (Teledienstegesetz - TDG) vom 22.7.1997

C. Staatsvertrag über Mediendienste (Mediendienste-Staatsvertrag - MDStV)

D. Geänderter Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über bestimmte rechtliche Aspekte des elektronischen Geschäftsverkehrs im Binnenmarkt

Literaturverzeichnis . Stichwortverzeichnis 

 

Abkürzungsverzeichnis 

a.A. ........................ andere(r) Ansicht 
a.F. ......................... alte Fassung 
ABI. ....................... Amtsblatt 
Abs. ....................... Absatz 
Abschn. ................. Abschnitt 
AG ........................ Amtsgericht/Aktiengesellschaft 
Alt. ........................ Alternative 
a.M. ....................... andere(r) Meinung 
AOL ...................... America Online 
Art. ........................ Artikel 
AT ......................... Allgemeiner Teil 
Aufl. ...................... Auflage 
Az. ......................... Aktenzeichen 
BayGVBi. ............. Bayerisches Gesetz- und Verordnungsblatt 
BayLT-Drs. .......... Drucksachen des Bayerischen Landtags 
BayVwZVG ......... Bayerisches Verwaltungszustellungs- und Vollstreckungsgesetz 
BB ......................... Der Betriebs-Berater (Zeitschrift) 
Bd., Bde. ............... Band, Bände 
BGB ...................... Bürgerliches Gesetzbuch 
BGBl I................... Bundesgesetzblatt Teil I 
BGH ..................... Bundesgerichtshof 
BGHSt .................. Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Strafsachen 
BGHZ ................... Entscheidungen des Bundesgerichtshofs in Zivilsachen 
BR-Drs. ................ Drucksachen des Deutschen Bundesrates
BT-Drs.................. Drucksachen des Deutschen Bundestages 
BVerfG ................. Bundesverfassungsgericht 
BVerfGE ............... Entscheidungen (Amtliche Sammlung) des Bundesverfassungsgerichts 
BVerwG ................ Bundesverwaltungsgericht 
BVerwGE ............. Entscheidungen (Amtliche Sammlung) des Bundesverwaltungsgerichts bzw........................ beziehungsweise 
ca. .......................... , circa 
CCITT ................. Comite Consultatif International Telegraphique et Telephonique 
c't .......................... c't magazin für Computertechnik (Zeitschrift) 
CR ........................ Computer und Recht (Zeitschrift) 
DB ........................ Der Betrieb (Zeitschrift) 
ders. ...................... derselbe 
DFN ..................... Deutsches Forschungsnetz 
d.h. ........................ das heißt 
dies........................ dieselbe(n) 
Diss. ...................... Dissertation 
DQDB ................. Distributed Queue Dual Bus 
Drs. ....................... Drucksache 
EG ........................ Europäische Gemeinschaft 
E-Mail ................. Electronic mail 
EU ........................ Europäische Union 
f. ............................ folgende 
FAZ ...................... Frankfurter Allgemeine Zeitung 
ff............................ fortfolgende 
Fußn. .................... Fußnote 
FS .......................... Festschrift 
FSM ...................... Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia- Diensteanbieter 
FTP ....................... File Transfer Protocol 
GA ........................ Goltdammer's Archiv für Strafrecht (Zeitschrift) 
GB ........................ Giga-Byte 
ggf. ........................ gegebenenfalls 
GG ........................ Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland 
GjSM .................... Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften und Medieninhalte 
GRUR .................. Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht (Zeitschrift) 
GRUR Int. ........... Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht - Internationaler Teil (Zeitschrift) 
GVB1. ................... Gesetz- und Verordnungsblatt 
h.A. ....................... herrschende Auffassung 
h.L. ....................... herrschende Lehre 
h.M. ...................... herrschende Meinung 
Hrsg. ..................... Herausgeber 
Hs. ........................ Halbsatz 
HTML .................. Hyper Text Markup Language 
HTTP ................... Hyper Text Transport Protocol 
i.d.F. ..................... in der Fassung 
i.d.R. ..................... in der Regel 
i.e.S. ....................... im engeren Sinne 
INHOPE .............. Internet Hotline Providers in Europe 
IP ........................... Internet Protocol 
IPBürgR ................ Internationaler Pakt über bürgerliche und politische Rechte 
IPX ........................ Internetwork Packet Exchange 
IRC ....................... Internet Relay Chat 
i.R.d. ...................... im Rahmen des 
i.R.v. ...................... im Rahmen von 
i.S. .......................... im Sinne 
ISDN .................... Integrated Services Digital Network 
ISO ........................ International Organization for Standardization 
ISP ......................... Internet-Service-Provider 
i.S.v. ....................... im Sinne von 
ITU-T ..................International Telecommunication Union - Telecommunications Standardization Sector 
luK ........................ Information und Kommunikation 
luKDG ................. Informations- und Kommunikationsdienstegesetz 
iur .......................... Informatik und Recht (Zeitschrift) 
i.V.m. ..................... in Verbindung mit 
IWF ....................... Internet Watch Foundation 
i.w.S. ...................... im weiteren Sinne 
JMS-Report .......... Jugend-Medien-Schutz-Report (Zeitschrift) 
JR .......................... Juristische Rundschau (Zeitschrift) 
Jura ........................ Juristische Ausbildung (Zeitschrift) 
jur-pc .................... jur-pc (Zeitschrift) 
JuS ......................... Juristische Schulung (Zeitschrift) 
JZ ........................... Juristenzeitung (Zeitschrift) 
Kap. ....................... Kapitel 
Kbit/s .................... Kilo-Bit pro Sekunde 
KB ......................... Kilo-Byte 
K&R ...................... Kommunikation & Recht (Zeitschrift) 
LAN ...................... Local Area Network 
LG ......................... Landgericht 
MAN .................... Metropolitan Area Network 
m.ausf.N. .............. mit ausführlichen Nachweisen 
Mbit/s ................... Mega-Bit pro Sekunde 
MB ........................ Mega-Byte 
MDR ..................... Monatsschrift des Deutschen Rechts (Zeitschrift) 
MDStV .................. Staatsvertrag über Mediendienste (Mediendienste staatsvertrag) 
MIME ................... Multi-Purpose Internet Mail Extensions 
Mio. ....................... Million 
MMR .................... Multimedia und Recht (Zeitschrift) 
MR ........................ Medien und Recht (Zeitschrift) 
Mrd. ...................... Milliarde 
m.w.N. ................. mit weiteren Nachweisen 
n.F. ........................ neue Fassung, neue Folge 
NJW ..................... Neue Juristische Wochenschrift (Zeitschrift) 
NJW-CoR ............ NJW-Computerreport (Zeitschrift) 
NJW-RR .............. NJW-Rechtsprechungs-Report (Zeitschrift) 
NNTP .................. Network News Transfer Protocol 
Nr. ........................ Nummer(n) 
NStZ ..................... Neue Zeitschrift für Strafrecht (Zeitschrift) 
NVwZ .................. Neue Zeitschrift für Verwaltungsrecht (Zeitschrift) 
o.g. ........................ oben genannte(n/r) 
ÖJZ ....................... Österreichische Juristenzeitung (Zeitschrift) 
OLG ..................... Oberlandesgericht 
OSI ....................... Open System Interconnection 
OVG..................... Oberverwaltungsgericht 
PICS ..................... Platform for Internet Content Selection 
PPP ....................... Point to Point Protocol 
Rdnr. .................... Randnummer(n) 
RDV ..................... Recht der Datenverarbeitung (Zeitschrift) 
Rspr. ..................... Rechtsprechung 
S. ........................... Satz/Seite 
s. ............................ siehe 
SLIP ...................... Serial Line Interface Protocol 
SMTP ................... Simple Mail Transfer Protocol 
sog. ....................... sogenannte(r/s/n)
st. Rspr. ................ ständige Rechtsprechung 
StGB ..................... Strafgesetzbuch 
StPO ..................... Strafprozeßordnung 
StV ........................ Straf Verteidiger (Zeitschrift) 
SZ .......................... Süddeutsche Zeitung 
TCP ...................... Transmission Control Protocol 
TCP/IP ................. Transmission Control Protocol/Internet Protocol 
TDG ..................... Teledienstegesetz 
ThürVBL .............. Thüringer Verwaltungsblätter (Zeitschrift) 
TKG ..................... Telekommunikationsgesetz 
u.a. ........................ und andere 
UDP ..................... User Datagram Protocol 
USA ...................... United States of America 
U.S.C. ................... United States Code 
URL ..................... Uniform Resource Locator 
usw. ...................... und so weiter 
v. ............................ versus 
v. ............................ vom 
VB1BW .................. Verwaltungsblätter für Baden-Württemberg (Zeitschrift) 
Verf. ...................... Verfasser 
VG ......................... Verwaltungsgericht 
VGH ..................... Verwaltungsgerichtshof 
vgl. ......................... vergleiche 
Vol. ........................ Volume 
Vorbem. ................ Vorbemerkung 
WAN .................... Wide Area Network 
WIN ...................... Wissenschaftsnetz 
WWW ................... Worid Wide Web 
X.25 ....................... Internationales Standardprotokoll der Telefonnetze 
z.B. ........................ zum Beispiel 
ZGR ...................... Zeitschrift für Unternehmens- und Gesellschaftsrecht (Zeitschrift) 
Ziff. ....................... Ziffer 
ZPO ...................... Zivilprozeßordnung 
ZRP ....................... Zeitschrift für Rechtspolitik (Zeitschrift) 
ZStW ..................... Zeitschrift für die gesamte Strafrechtswissenschaft (Zeitschrift) 
ZUM ..................... Zeitschrift für Urheber- und Medienrecht (Zeitschrift), früher: Film und Recht 

 

Vorwort 

Die Verantwortlichkeit für Delikte dritter Personen im Internet erlangt nicht nur im Hinblick auf die Verbreitung von Kinderpornographie und gewaltverherrlichenden Äußerungen zunehmende Bedeutung, sondern vor allem auch für Urheber-, Marken- und Wettbewerbsrechtsverletzungen. Die einschlägigen rechtlichen Regelungen haben wegen ihrer strafrechtlichen und zivilrechtlichen Sanktionen erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und auf die Meinungsfreiheit im Internet. 

Die in Deutschland 1997 geschaffene Verantwortlichkeitsregelung in § 5 Teledienstegesetz (TDG) und § 5 Mediendienste-Staatsvertrag (MDStV) sollte hier einen angemessenen Interessenausgleich und Rechtssicherheit bringen. Das neue Recht wurde von der Praxis bisher allerdings nur unzureichend umgesetzt. Vor allem die begrenzten technischen Kontrollmöglichkeiten der Internet-Provider, die verfassungsrechtlichen Besonderheiten der Verantwortlichkeit für Informationssysteme sowie die hierauf aufbauenden Zielsetzungen der §§ 5 TDG/MDStV werden bei der Auslegung der neuen Vorschriften häufig noch nicht ausreichend berücksichtigt. 

Zum Verständnis der komplexen Verantwortlichkeitsfrage ist deswegen zunächst eine technische Analyse der Kontrollmöglichkeiten im Internet notwendig. Auf dieser technischen Grundlage muß eine Bestandsaufnahme der neuen Regelungen aufbauen, welche die Ziele der Vorschriften aufzeigt und für ihre Auslegung fruchtbar macht. Die globale Struktur des Internets erfordert darüber hinaus die Einbeziehung der ausländischen Lösungsansätze sowie der künftigen europäischen Regelungen. 

In den vergangenen Jahren habe ich zu den genannten Fragen mehrfach Stellung genommen sowie das Bundesforschungsministerium, das Bun-desjustizministerium, den Deutschen Bundestag, die Europäische Kommission, ausländische Institutionen, eine international tätige Stiftung sowie verschiedene Internet-Provider und Online-Dienste beraten. Zur Bekämpfung rechtswidriger und schädlicher Inhalte im Internet habe ich mich um die Entwicklung von effektiven Lösungen bemüht, welche die freie Meinungsäußerung, den freien grenzüberschreitenden Datenverkehr sowie die globale Struktur des Internets nicht unangemessen beeinträchtigen. Ich bin daher gerne der Anregung gefolgt, meine bisherigen
Ausführungen zur Verantwortlichkeit im Internet in der vorliegenden Monographie zu einer aktuellen Gesamtdarstellung zusammenzufassen. 

Für wertvolle Hilfe bei der Erstellung der vorliegenden Schrift danke ich meinen Mitarbeitern, vor allem Herrn Assessor Jörg Knupfer, Herrn Rechtsreferendar Johannes Patzelt, Frau Rechtsreferendarin Nicole Selzam und Herrn Daniel Stricharz. Mein Dank gilt auch Herrn Wolfgang Bartsch für seine kritischen Anregungen zu dem technischen Teil des Buches. 

Würzburg, Juli 1999 Ulrich Sieber 


Autor: B
Erstellungsdatum 00.00.2000 G*A*B - Datum:                Mail: brain@gabnet.com
Verteiler: HAUPT / MÄNNER / BOYSPOLITIK / JUSTIZ / WIRTSCHAFT /LITERATUR/ KUNST / BÜCHER / TOURISMUS / PSYCHOLOGIE / PHILOSOPHIE / PHYSIK  / CHRONOLISTE
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