Artikel 6 EMRK Aus: Frowein/Peukert: EMRK-Kommentar 2.Aufl. 1996 - 
Auszug
150 Peukert 

Artikel 6

Verfahrensgarantien

1. Jedermann hat Anspruch darauf, daß seine Sache in billiger Weise öffentlich und innerhalb einer angemessenen Frist gehört wird, und zwar von einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht, das über zivilrechtliche Ansprüche und Verpflichtungen oder über die Stichhaltigkeit der gegen ihn erhobenen strafrechtlichen Anklage zu entscheiden hat. Das Urteil muß öffentlich verkündet werden, jedoch kann die Presse und die Öffentlichkeit während der gesamten Verhandlung oder eines Teiles derselben im Interesse der Sittlichkeit, der öffentlichen Ordnung oder der nationalen Sicherheit in einem demokratischen Staat ausgeschlossen werden, oder wenn die Interessen von Jugendlichen oder der Schutz des Privatlebens der Prozeßparteien es verlangen, oder, und zwar unter besonderen Umständen, wenn die öffentliche Verhandlung die Interessen der Rechtspflege beeinträchtigen würde, in diesem Fall jedoch nur in dem nach Auffassung des Gerichts erforderlichen Umfang.

2. Bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld wird vermutet, daß der wegen einer strafbaren Handlung Angeklagte unschuldig ist.

3. Jeder Angeklagte hat mindestens (englischer Text) insbesondere (französischer Text) die folgenden Rechte:

a) in möglichst kurzer Frist in einer für ihn verständlichen Sprache in allen Einzelheiten über die Art und den Grund der gegen ihn erhobenen Beschuldigung in Kenntnis gesetzt zu werden;

b) über ausreichende Zeit und Gelegenheit zur Vorbereitung seiner Verteidigung zu verfügen;

c) sich selbst zu verteidigen oder den Beistand eines Verteidigers seiner Wahl zu erhalten und, falls er nicht über die Mittel zur Bezahlung eines Verteidigers verfügt, unentgeltlich den Beistand eines Pflichtverteidigers zu erhalten, wenn dies im Interesse der Rechtspflege erforderlich ist;

d) Fragen an die Belastungszeugen zu stellen oder stellen zu lassen und die Ladung und Vernehmung der Entlastungszeugen unter denselben Bedingungen wie die der Belastungszeugen zu erwirken;

e) die unentgeltliche Beiziehung eines Dolmetschers zu verlangen, wenn der Angeklagte die Verhandlungssprache des Gerichts nicht versteht oder sich nicht darin ausdrücken kann.

l. In the determination of his civil rights and obligations or of any criminal Charge against him, everyone is entitled to a fair and public hearing within a reasonable time by an independent and impartial tribunal established by law.

151 Peukert

Judgment shall be pronounced publiciy but the press and public may be ex-cluded from all or part of the trial in the interest of morals, public order or national security in a democratic society, where the interests ofjuveniles or the protection of the private life of the parties so require, or to the extent strictiy necessary in the opinion of the court in special circumstances where Publicity would prejudice the interests ofjustice.

2. Everyone charged with a criminal offence shall be presumed innocent until proved guilty according to law.

3. Everyone charged with a criminal offence has the following minimum rights:

a) to be informed promptly, in a language which he understands and in detail, of the nature and cause of the accusation against him;

b) to have adequate time and facilities for the preparation of his defence;

c) to defend himself in person or through legal assistance of his own choosing or, if he has not sufficient means to pay for legal assistance, to be given it free when the interests ofjustice so require;

d) to examine or have examined witnesses against him and to obtain the attendance and examination of witnesses on his behalf under the same conditions äs witnesses against him;

e) to have the free assistance of an Interpreter if he cannot understand or speak the language used in court.

1.Toute personne a droit ä ce que sä cause soit entendue equitablement, publiquement et dans un delai raisonnable, par un tribunal independant et impartial, etabli par la loi, qui decidera, soit des contestations sur ses droits et obligations de caractere civil, soit du bien-fonde de toute accusation en matiere penale dirigee contre eile. Le jugement doit etre rendu publiquement, mais l'acces de la salle d'audience peut etre interdit ä la presse et au public pendant la totalite ou une partie du proces dans l'interet de la moralite, de l'ordre public ou de la securite nationale dans une societe democratique, Ibrsque les interets des mineurs ou la protection de la vie privee des parties au proces l'exigent, ou dans la mesure jugee strictement necessaire par le tribunal, lorsque dans des circonstances speciales la publicite serait de nature ä porter atteinte aux interets de la justice.

2. Toute personne accusee d'une infraction est presumee innocentejusqu'ä ce que sä culpabilite ait ete legalement etablie.

3. Tout accuse a droit notamment ä:

a) etre informe, dans le plus court delai, dans une langue qu'il com-prend et d'une maniere detaillee, de la nature et de la cause de l'accu-sation port6e contre lui;

b) disposer du temps et des facilites necessaires ä la preparation de sä defense;

152 Peukert

c) se defendre lui-meme ou avoir l'assistance d'un defenseur de son choix et, s'il n'a pas les moyens de remunerer un defenseur, pouvoir etre assist6 gratuitement par un avocat d'office, lorsque les interets de la justice l'exigent; ,

d) interroger ou faire interroger les temoins ä Charge et obtenir la convo-cation et l'interrogation des temoins ä decharge dans les memes conditions que les temoins ä Charge;

e) se faire assister gratuitement d'un interprete, s'il ne comprend pas ou ne parle pas la langue employee ä l'audience.
 

Rdnr. . 
l. Allgemeines.
II. Geltungsbereich
1. Persönlicher Geltungsbereich 
2. Sachlicher Geltungsbereich 
1-3
4-52
4
5
a. Entscheidung über zivil-rechtliche Ansprüche und Verpflichtungen 6
aa. Bestand eines Anspruchs 
7
bb. Klagbarkeit des Anspruchs
11
cc. Der zivilrechtliche Charakter des Anspruchs
15
dd. Darstellung der wesentlichen, vom GH entschiedenen Fälle.
17
ee. Verfassungsgerichtsverfahren
25
ff. Kritik 
29
b. Entscheidung über die Stichhaltigkeit einer strafrechtlichen Anklage 35
aa. Die wesentlichen Kriterien
36
bb. Darstellung der wesentlichen, vom GH entschiedenen Fälle .
37
cc. Bedeutung der Anklage (charge)
48
dd. Geltung für das gesamte Strafverfahren
49
ee. Kritik
50
c. Zusammenfassende Übersicht der bisherigen Spruchpraxis zur Anwendbarkeit des Art. 6 51
aa. Art. 6 anwendbar
51
bb. Anwendbarkeit von Art. 6 verneint oder noch streitig
52
 III. Anhörung in billiger Weise 53-116
1. Recht auf ein Gericht und Zugang zum Gericht 53
a. Bei Streitigkeiten über zivilrechtliche Ansprüche 53
aa. Anfechtung von Verwaltungsakten
55
bb. Inhärente Beschränkungen
59
b. Im Strafverfahren 66
c. Zugang zu den Rechtsmittelgerichten und Geltung des Art. 6 in Rechtsmittelverfahren 67
2. Fairneß im Verfahren (fair trial) 71
a. Allgemeines 71
b. Waffengleichheit 83
aa. Im Strafverfahren
83
bb. Im Verfahren über zivilrechtliche Ansprüche
91
c. Anspruch auf persönliche Teilnahme an der mündlichen Verhandlung 94
aa. Im Strafverfahren
94
bb. Im Verfahren über zivilrechtliche Ansprüche
97
d. Beweisaufnahme und Beweiswürdigung 99
aa. Recht auf kontra-diktorische Beweisaufnahme
100
bb. Verwendung mißbräuchlich erlangter Beweismittel
109
cc. Aussagen von Mittätern
111
dd. Beweiserlangung durch Lockspitzel (agentprovocateur)
112
 ee. Sonstiges
113
e Urteile 114
aa Begründung und Bekanntgabe des Urteils
114
bb Nebenentscheidungen
115
cc Überprüfung durch die Konventionsorgane
116
IV. Grundsatz der Öffentlichkeit 117-121
V. Vor einem unabhängigen und unparteiischen, auf Gesetz beruhenden Gericht 122-135
1 Auf Gesetz beruhendes Gencht 122
2 Unabhängigkeit 124
3 Unparteilichkeit 129
VI. Anspruch auf Entscheidung in angemessener Frist  136-155
1 Bestimmung der zu beurteilenden Frist 137
a Anfang der Frist 137
b Ende der Frist 140
2 Angemessenheit der Verfahrensdauer 143
a Umfang und Schwierigkeit 145
b Behandlung des Falles 146
c Verhalten des BF 151 151
d Bedeutung des Ausgangs des Verfahrens für den BF  152
e Falliste 153
3 Ausblick 155
VII. Die besonderen Garantien des Angeklagten 156-207
1 Die Unschuldsvermutung Art6Abs2 156
a Bindung des Strafrichters 157
b Bindung anderer Staatsorgane 162
c Pressekampagnen 164
d Nebenentscheidungen bei Einstellung und Freispruch 165
e Berücksichtigung von Tatverdacht, Vorstrafen oder sonstiger den Angeklagten belastender Umstande 170
2 Rechtstaatlicher Mindest Standard, Art 6Abs 3 172
a Untenchtung über die Anklage 175
b Vorbereitung der Verteidigung 179
c Verteidigung in eigener Person oder durch einen Verteidiger 187
aa Selbstverteidigung 
188
bb Allgemeines zur anwaltlichen Verteidigung 
189
cc Wahlverteidigung
192
dd Pflichtverteidigung
194
d Benennung und Befragung von Zeugen 200
e Kostenloser Beistand durch Dolmetscher 204
Bibliographie 208

I. Allgemeines

Art 6 Abs l garantiert im Rahmen seines Geltungsbereiches ein faires zugiges und öffentliches Verfahren Das Prinzip der Mundlichkeit des Verfahrens ergibt sich implizit aus der gebotenen Öffentlichkeit1 Der Anspruch auf faires Verfahren wird ergänzt durch das Gebot der Unparteilichkeit und Unabhängigkeit des entscheidenden Gerichts, das auf Gesetz zu beruhen hat.

Als textliche Vorlage für Abs l dienten erst Art 10 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen und dann Art 13

 

314 Peukert

Mitwirkung eines Dolmetschers möglich ist. Aus den Einvernehmungen im Untersuchungsverfahren kann dem Beschuldigten je nach Lage des Falles der Tatvorwurf schon hinreichend bekannt sein, so daß sich eine Übersetzung der Anklageschrift erübrigen kann, wovon zumindest dann auszugehen ist, wenn der anwaltlich vertretene ausländische Angeklagte nicht ausdrücklich auf einer schriftlichen Übersetzung besteht und sich auf die Verhandlung einläßt.873 Die Argumentation des GH läßt dennoch durchaus den Schluß zu, daß z.B. die unentgeltliche Beistandsleistung eines Dolmetschers auch für das die Verteidigung vorbereitende Gespräch des Angeklagten mit seinem Wahl- oder Pflichtverteidiger gefordert werden kann, da eine wirksame Verteidigung und damit ein faires Verfahren ohne vorbereitendes Verteidigergespräch kaum denkbar ist.874 Die KÖM hat jedoch entschieden, daß kein Anspruch auf Kostenerstattung bestehe, wenn der Wahlverteidiger auf eigene Initiative ohne Zustimmung des Gerichts einen Dolmetscher zuziehe, um sich bei der Vorbereitung der Verteidigung mit dem Angeklagten zu verständigen.875 Ein Ersatzanspruch besteht also insoweit nur, wenn in der das Verfahren abschließenden Kostenentscheidung die notwendigen Auslagen des Angeklagten der Staatskasse auferlegt werden.876 Dagegen hat die KÖM Überbürdung der Kosten eines offiziell bestellten Dolmetschers auf den Angeklagten als mit lit. e in einem Fall als unvereinbar angesehen, in dem der BF vor der mündlichen Verhandlung über seinen Einspruch gegen einen Bußgeldbescheid sich offenbar mit Hilfe des Dolmetschers mit seinem Anwalt beriet und daraufhin den Einspruch zurücknahm.877

Einen Anspruch auf Übersetzung des schriftlichen Urteils hat die KÖM bzgl. einer einfach gelagerten Strafsache (Diebstahl) verneint. Dabei berücksichtigte sie, daß der BF anwaltlich vertreten war und der für die Hauptverhandlung bestellte Dolmetscher auch die bei der Urteilsverkündüng verlesene Urteilsformel und Bekanntgabe des wesentlichen Inhalts der Urteilsgrunde übersetzt hatte878 Im Zusammenhang mit der Urteils verkundung wird üblicherweise auch die Rechtsmittelbelehrung übersetzt Nur wenn dies nicht geschieht und der Angeklagte keinen Verteidiger hat, dürfte eine spatere Rechtsmittelbelehrung im Zusammenhang mit der Zustellung der schriftlichen Urteilsgrunde einer Übersetzung bedürfen 879 Auch der GH hat unter derartigen Umstanden im Fall Kamasinski die Notwendigkeit der Übersetzung des schriftlichen Urteils verneint880 Er hat außerdem hervorgehoben, daß das zustandige nationale Gericht auch nach der Bestellung eines Dolmetschers eine gewisse Kontrollfunktion auszuüben und bei offensichtlicher Unzulänglichkeit der Übersetzung einzuschreiten hat 881

Die Unentgeltlichkeit i S von lit e ist endgültig, d h dem Angeklagten dürfen nicht nach Verurteilung die durch die Beiziehung des Dolmetschers entstandenen Kosten auferlegt werden 882

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Ende, Monika Die Bedeutung des Art. 6 Abs. l EMRK für den gemeineuropäischen
Grundrechtsschutz  Monika Ende 1996 H. 4, S. 371 - 378-490 492 (5688384) (1996) In: Kritische Vierteljahresschrift für Gesetzgebung und Rechtswissenschaft.- 79 (1996)  Pilotprojekt Aufsatzkatalogisierung 

Peters, Egbert Rechtsbehelfe gegen Untätigkeit des Zivilrichters Egbert Peters 1999 S. [661] - 669 (8163470) Wege zur Globalisierung des Rechts In: Wege zur Globalisierung des Rechts 

Klein, Hans H. Rechtsweg und Justizverweigerung Hans H. Klein 1963 H. 19, S. 591 - 593 (5992725) (1963) In: Juristenzeitung. - 18 (1963)betr. u.a.: {Verfassungsbeschwerde wegen Untätigkeit, Art. 19 IV GG} 

Daig, Hans-Wolfram Nichtigkeits- und Untätigkeitsklagen im Recht der Europäischen Gemeinschaften unter bes. Berücks. d. Rechtsprechung d. Gerichtshofs d. Europ. Gemeinschaften u. d. Schlussanträge d. Generalanwälte Hans-Wolfram Daig l. Aufl. Baden-Baden Nomos-Verlagsgesellschaft 1985 345 S. Literaturverz. S. 327 - 331 

l Vgl BayObLG, NJW 1961,270

873) Fn. 869, Ziff. 74. S. a. OGH, 9.4.1987, JB1. 1988, 56, der z.B. eine resümierende Zusammenfassung von Beweisergebnissen für aasreichend ansieht; vgl. Hans. OLG,NStZ1993,53.

874) So auch KG, NStZ 1990,402; LG Bamberg, NStZ 1992,500; Vogler, EuGRZ 1979, 643. Duffy, Human Rights Review, Vol. IV, S. 104. Einschränkend OLG Düss. NJW 1989,677.

875) E 10221/82 vom 15.7.1983; E 10196/82.

876) OLG Ffm., NJW 1981,533; OLG Zweibr., NJW 1980,2143; OLG Düss., NJW 1980, 2655; s. a. OLG Düss., NStZ 1991,402 zu Dolmetscherkosten einer angeordneten Besuchsüberwachung. Sie sind von der Staatskasse zu tragen.

877) B 10551/83, Zengin ./. D, 6.12.1988, DR 63,5; B 11394/85 vom 5.7.1988, Akdogan ./. D, DR 63,69; und die Res. des MK zu diesen Fällen DH (89) 28 und 29 vom 10.11.1989, in: Information Sheet No. 26,58. Nach Nr. 1904 des Kostenverzeichnisses zum deutschen GKG werden Dolmetscherkosten jetzt nicht mehr berechnet.

878) E 11169/84 vom l 7 1985, so auch die deutsche Rspr s OLG Ffm NJW 1980 1238 OLG Hbg , NJW 1978,2462, offen gelassen von OLG Sttgt, NJW 1980 1238 eben so Vogler, EuGRZ 1979,644

879) Vgl BVerfG in NJW 1976,1021, das ein verfassungsrechtliches Gebot, eine Rechts mittelbelehrung zu übersetzen, verneint, ein Unterlassen der Übersetzung einer Rechtsmittelbelehrung bei Strafbefehlen und Bußgeldbescheiden aber als mogh cherweise beachtlichen Grund für einen Wiedereinsetzungsantrag bei Fristversau mung ansieht, sofern dem Betroffenen nicht vorgeworfen werden kann er habe sich rechtzeitig eine Übersetzung anfertigen lassen können

880) Fn 869, Ziff 84 i

881) Fn 869, Ziff 74

882) Luedicke u a , Fn 870, Ziff 38-49

Artikel 7 Nulla poena sine lege

1. Niemand kann wegen einer Handlung oder Unterlassung verurteilt werden, die zur Zeit ihrer Begehung nach inländischem oder internationalem Recht nicht strafbar war. Ebenso darf keine höhere Strafe als die im Zeitpunkt der Begehung der strafbaren Handlung angedrohte Strafe verhängt werden.

2. Durch diesen Artikel darf die Verurteilung oder Bestrafung einer Person nicht ausgeschlossen werden, die sich einer Handlung oder Unterlassung schuldig gemacht hat, welche im Zeitpunkt ihrer Begehung nach den von den zivilisierten Völkern allgemein anerkannten Rechtsgrundsatzen strafbar war.
 

Siehe auch:  
www.der-fall-tagesspiegel.de
www.die-opfer-des-systems-kohl.de


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