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JUSTIZ


Arbeitskreis Elterliche Sorge und Kindeswohl Hannover AEKH - ORR i.R. Arthur Krajc - Im Langen Feld 14 - 30880 Laatzen


Mißbrauch mit dem Mißbrauch!

Wie von deutschen Jugendämtern Kindesverschleppungen inszeniert werden, dargelegt an einem Einzelfall des Kreisjugendamtes Hannover 
 

In Deutschland geht der Kinderklau um, erklärte Ilona Christen in ihrer RTL-Sendung vom 9.5.95. 


Das Funktionschema der damit gemeinten Kinderverschleppungen durch Jugendämter wird an einem Einzelfall des Kreisjugendamtes Hannover deutlich: 

In einer Kindertagesstätte der evangelischen Thomaskirchengemeinde der Stadt Laatzen wurden ein damals 5jähriges Mädchen und ein 8jähriger Junge eines Umsiedlerehepaares aus Rußland monatelang ohne Wissen ihrer Eltern ausgeforscht und Zeichnungen der Kinder "ausgewertet". Dies geschah durch Erzieherinnen, die bekanntlich auf 8 - 14tägigen Schnellkursen auf Mißbrauchserkennung getrimmt werden und anschließend zeigen wollen, was sie dort gelernt haben. Danach glaubten die "Expertinnen", die Kinder seien vom Vater sexuell mißbraucht worden und meldeten dies dem Jugendamt. Am 24.6.94 wurden die Kinder daraufhin auf Veranlassung des Jugendamtes direkt aus dem Kindergarten in ein Kinderheim verschleppt. Verantwortlich dafür sind die "Sozialarbeiterinnen" Niehoff und die Leiterin der Mißbrauchsberatungsstelle Steinbach-Spenhoff, beide ohne eine für eine solche Tätigkeit zumindest erforderliche umfassende Kinderpsychologische Ausbildung. Die "Sozialarbeiterin" Niehoff beantragte noch am Tag der Verschleppung mit einem insgesamt 8 Schreibmaschinenzeilen umfassenden Text beim Vorrnundschaftsgericht Hannover (Aktenzeichen 63 VIII K 12509), den Eltern per einstweiliger Anordnung das Sorgerecht zu entziehen. Das Vormundschaftsgericht in Gestalt des Vorrnundschaftsrichters Nolte gab diesem Antrag durch Beschluß vom 30.6.94 ohne vorherige Anhörung der Eltern statt und entzog den Kindeseltern die Personensorge.

Ein Beschluß über das Umgangsrecht der Eltern wurde nicht erlassen. Das überließ Richter Nolte der Willkür der DilettantInnen des Jugendamtes. Obwohl ein Beschluß des OLG Hamm (veröffentlicht in FamRZ 1993, 5. 1233 ff) vorliegt, nach dem selbst bei pädophilen Neigungen eines Vaters sein Umgangsrecht nicht völlig ausgeschlossen werden darf, gewährten die darüber entscheidenden und von niemandem kontrollierten "Expertinnen" dem Vater kein Umgangsrecht. Der nicht einmal im Verdacht stehenden Mutter gewährten sie bis Dezember 1995 "großzügig" einmal monatlich ein Umgangsrecht von je drei Stunden unter Überwachung, denn sie glaubte nicht an die aus den Kinderzeichnungen und fortdauernden Befragungen der Kinder konstruierten Verdachtsmomente der ,,Expertinnen". Der Mutter wurde wiederholt erklärt, sie bekäme ihre Kinder zurück, wenn sie sich von ihrem Manne scheiden ließe. Seit Dezember 1995 ist deshalb auf Grund einer Strafanzeige der Eltern bei der Staatsanwaltschaft Hannover ein Ermittlungsverfahren wegen Nötigung gegen die "Sozialarbeiterin" Steinhach-Spenhoff anhängig (Az.: 441 Js 87668195). Nachdem die verschleppte Tochter bei dem letzten Besuch am 6.12.95 der Mutter in einem unbeobachteten Moment erzählt hatte, daß sie von Frau Steinbach-Spenhoff regelrecht zu einer Falschaussage angestiftet worden sei und die Mutter dies dem Gericht zur Kenntnis brachte, wurde auch ihr das Umgangsrecht vom Jugendamt völlig gestrichen und sie hat ihre Kinder seither nicht mehr gesehen. Auch diese Willkür wurde von Richter Nolte akzeptiert. Obwohl auch ein Ermittlungsverfahren wegen Anstiftung zur Falschaussage sowie wegen unerlaubter Ausübung der Heilkunde gegen Frau Steinbach-Spenhoff anhängig ist, ist sie nicht einmal vom Dienst suspendiert. Sie darf sogar ihre dilettantische und die Menschenrechte von Bürgern in Frage stellende Tätigkeit selbst gegen diejenigen fbrtfüliren, die gegen sie Strafanzeige erstattet haben. Jeder Polizeibeamte, gegen den wegen des Verdacbts einer Straftat ermittelt wird, wird dagegen sofort vom Dienst suspendiert. Die Staatsanwaltschaften tun sich aber offenbar schwer bei Ermittlungen gegen Amtsträger, wenn gegen sie der Verdacht von Straftaten vorliegt, die nicht in erster Linie zu dem Zweck begangen werden, um sich persönlich zu bereichern, sondern nur zu dem Zweck, die Bedeutung und Wichtigkeit des eigenen gut bezahlten Pöstchens zu dokumentieren und sich dieses zu erhalten. 

Der Clou der Geschichte ist: bis heute wurde kein kinderpsychologisches Gutachten in der Angelegenheit erstellt. Das Jugendamt hat die Erstellung eines solchen Gutachtens zwei Jahre lang hintertrieben, um seine dilettantische Arbeitsweise nicht bekannt werden zu lassen, und Richter Nolte hat dies unter gröbster Mißachtung der Menschenrechte der Eltern der verschleppten Kinder und insbesondere des Grundrechts aus Artikel 6 Abs. 2 GG akzeptiert. In der Berufungsinstanz ließ daß Landgericht nun durch eine Gutachterin prüfen, ob durch ein solches Gutachten nach allen bisherigen Geschehnissen noch eine Aufklärungsmöglichkeit besteht und ob die bisherige Einschätzung der Vorgänge ausreichend fachlich fundiert ist. Das wurde von der Gutachterin nach gründlicher Durcharbeitung der Akten logischerweise verneint. Die Gründe dafür sind in einem Artikel der ,,Neuen Zeitschrift für Strafrecht" Heft 111995, 5.9) zum sexuellen Kindesmißbrauch angeführt, in dem es heißt: "ln letzter Zeit kommt es nach unserem Eindruck immer häufiger vor, daß Glaubhaftigkeitsgutachten nicht mehr entscheiden können, welche Teile einer (eventuell vom Kind später zurückgezogenen) Aussage auf einem wahren Erlebniskern beruhen und welche Teile durch übereifrige Erzieherinnen und andere Betreuungspersonen, die das Kind zur Aufdeckung des Mißbrauchs veranlassen wollten, ,hineingefragt' und ,hineingedeutet' worden sind." 

In der Fachzeitschrift "Zentralblatt für Jugendrecht" (Nr.4193, 5. 186) schreibt die Amtsleiterin eines Amtes für Soziale Dienste zur Qualifikation des Personals von Jugendärntern: 

,,Qualifizierte Mitarbeiter/innen, die im Bereich der Diagnose und dem Umgang mit sexueller Gewalt Erfahrungen haben, sind im Bereich von Jugendhilfeinstitutionen eher die Ausnahme". 

Dessenungeachtet entscheiden hierzulande in erster Linie solche Dilettantinnen der Jugendämter über derartige Verschleppungen von Kindern, die offiziell als "Inobhutnahme" bezeichnet werden, und die Richter/innen entscheiden danach in erster Linie nach den "gutachterlichen Stellungnahmen" solcher in den Jugendämtern etablierter dilettierender Laien, ebenso wie dies bei streitigen Sorgerechtsentscheidungen im Verlauf von Scheidungsverfahren geschieht, bei denen übrigens in 40 Prozent der Fälle auch sexueller Mißbrauch ins Spiel gebracht wird, um das Besuchsrecht der Väter mit ihren Kindern zu verhindern. 

Wie lange wollen das die Bürger dieses Landes noch hinnehmen? Jeder hat die "Chance", daß seine Kinder eines Tages auf Grund von Verdächtigungen solcher Amateure verschleppt werden. 

Die im vorliegenden Text angeführten sowie 16 weitere Literaturhinweise sind in einem vom AEKH herausgegebenen Stichwortverzeichnis "Mißbrauch mit dem Mißbrauch" enthalten, das gegen Zusendung von 6 Mark in Briefmarken Porto und Selbstkosten) erhältlich ist. Das Verzeichnis wurde auf der Grundlage der Auswertung wissenschaftlicher Fachliteratur erarbeitet und dürfte nicht nur manchen Betroffenen bei der Wahrnehmung ihrer Rechte behilflich sein, sondern auch Richtern, Rechtsanwälten, Staatsanwälten, Psychologen und sonstigen mit der Problematik befaßten Personen nützliche Hinweise liefern. 

Laatzen, den 4. 8. 1996 

An die Leser: Senden Sie eine Kopie dieses Blattes an Richter, Staatsanwälte, Jugendämter, an Ihre Landtags- und Bundestagsabgeordneten so wie an die Presse. Sie liefern ihnen damit dringend benötigte und vielfach erwünschteDenkanstöße Verantwortlich für Dnick und Verbreitung i.S.d.P. ORR jR. Arthur Krajc - Im Langen Feld 14 30880 Laatzen

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Autor: -Arthur Krajc- Datum 20.03.1997 Mail:
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Thursday, 20. March 1997 05:39:10